Kaufangebote der VENQO AG

VENQO AG will An­legern “tox­is­che” Beteili­gun­gen abkaufen

Dem AAA wird na­hezu täg­lich be­stätigt, dass ins­beson­dere An­leger, die bereits mit einer Kapit­alan­lage im sog. Grauen Kapit­al­markt Schiff­bruch erlit­ten haben, Ge­fahr laufen, ein wei­t­eres Mal über den Tisch gezo­gen zu wer­den. Clevere Be­trüger nutzen aus, dass die Hoffnung, einen Teil des bereits ver­loren ge­glaub­ten Kapit­als zurück­zuer­hal­ten, die Ur­teils­fähigkeit trübt.

Ak­tuell bi­etet die VENQO AG, die ihren Sitz in Montenegro, aber auch eine Büroan­s­chrift in Düs­sel­dorf haben soll, An­legern an, deren “tox­is­che” Beteili­gun­gen aufzukaufen, und zwar für einen ziem­lich ho­hen Prozent­anteil am ehem­als in­vest­ier­ten Kapital. Die “Ab­tre­tung tox­is­cher Werte” läge im In­teresse der VENQO AG. Voraus­set­zung dafür sei aber der Er­werb von Stam­mak­tien für eine Neue­mis­sion der VENQO AG in Höhe von mindes­tens 5.000 Euro. Womit die VENQO AG ihr Geld verdient, bleibt ebenso vage wie die Kondi­tionen der an­geb­lichen Neue­mis­sion. Ver­triebs­direk­tor Mikica Kostic stellt als Ge­gen­leis­tung per E‑Mail in Aus­sicht, “für un­sere Ak­tionäre die In­form­a­tion (Werter­mittlung) ihrer Kapit­alan­la­gen selb­stver­ständ­lich auch mit Tox­is­chen Wer­ten” zu “führen”, “genauso, wie auch bei Lebens/​Ren­ten­ver­sicher­ungen, die durch das Kick-​Back weiter mit Ver­lust abgerech­net wer­den”. Genauso mies wie die sprach­liche Qual­ität ist der In­halt des An­ge­bots. Die VENQO AG ver­p­f­lichtet sich zu gar nichts, der Kunde über­weist Geld für den an­geb­lichen Ak­tien­kauf an eine Bank in Montenegro — und (höchst­wahr­schein­lich) weg ist das Geld. An der An­s­chrift in Düs­sel­dorf wird man Herrn Kostic vergeb­lich suchen, voll­strecken lässt sich da sicher­lich nicht.

In sol­chen Fäl­len ist es besser, den bereits ein­getretenen Ver­lust hin­zun­eh­men, so bit­ter der auch sein mag. Der AAA prüft für seine Mit­glieder alle Anka­ufange­bote, die diese für Ihre Fonds- und son­sti­gen Beteili­gun­gen er­hal­ten. Das jeden­falls hilft, Fol­gever­luste zu vermeiden.

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Quelle: Ak­tions­bund

Hilfe für Fondsanleger kann auch schaden — Was Fondsanleger tun können, um sich vor unseriöser Beratung zu schützen

Der Ak­tions­bund Akt­iver An­leger­s­chutz nimmt häufig Kon­takt zu Fond­san­legern auf, um In­teressen zu bündeln und aus­reichend Voll­machten zur Ein­beru­fung von Gesell­schafterver­sammlungen zu sam­meln. Die Latte dafür hängt ziem­lich hoch, meist bei 20 % des Fond­skapit­als. Auf den Gesell­schafterver­sammlungen sol­len dann je nach Fonds en­tweder Beiräte in­stal­liert, Son­der­prü­fun­gen ver­an­lasst oder sogar die Geschäfts­führung aus­get­auscht wer­den. Sol­che Maß­nah­men, die den ein­zelnen Fond­san­leger kein (zusätz­liches) Geld kos­ten, aber häufig am be­sten seine In­teressen schützen, sind nur auf Ebene der Fondsgesell­schaft mög­lich. Ein Fond­san­leger al­lein kann in­sofern nichts er­reichen. Hier kommt es er­heb­lich da­rauf an, dass sich eine große Zahl von An­legern zusammenschließt.

Es ist nicht ganz ein­fach, so viele An­leger zum Han­deln zu mo­tivieren, selbst wenn der Leidens­druck schon groß ist und die Fondsgeschäfts­führung mit den An­legern Schlit­ten fährt. Ein Grund dafür, dass An­leger auf sol­che Runds­chreiben nicht re­agieren, be­steht sicher­lich darin, dass sie, sobald ihr Fonds in ir­gendeiner Form notleidend wird, mit Be­r­a­tung­sange­boten über­schüt­tet wer­den. Wer soll da die Spreu vom Weizen trennen? Hier sind ein paar An­halt­spunkte, an denen man sich ori­entieren kann:

Er­stens: Es schadet nie, In­form­a­tionen zu er­hal­ten. Eine E‑Mail ist schnell gelöscht, aber es ist nie verkehrt, besser Bes­cheid zu wis­sen. Neh­men Sie also ruhig alle An­ge­bote an, bei denen Sie kos­ten­los In­form­a­tionen erhalten.

Zweitens: Prüfen Sie, von wem die In­form­a­tionen kom­men. Meist reicht es aus, die Na­men der Ab­sender in die Such­maschine ein­zugeben. Un­ser­iöse Ab­sender sind häufig über Jahre mit einer ähn­lichen Masche un­ter­wegs, so dass man ents­prechende Berichter­stat­tung im In­ter­net ohne großen Aufwand fin­det. Er­strecken Sie die Suche ruhig auf die weit­eren Ver­trag­s­part­ner, die Ihnen ggf. zusätz­lich noch vorges­tellt wer­den (Di­enstleister, Recht­san­wälte usw.).

Drit­tens: Checken Sie das Preis-​Leistungs-​Verhältnis. Auch 150 Euro sind raus­ge­wor­fenes Geld, wenn Sie dafür keine an­gemessene Leis­tung bekom­men. Nur um In­form­a­tionen zu er­hal­ten, müssen Sie kein Geld aus­geben, wenn es je­man­dem ledig­lich darum geht, An­leger­stim­men zu sammeln.

Vier­tens: Wenn Ihnen an­walt­liche Leis­tun­gen an­ge­boten wer­den (gerade auch mit Hin­weis auf bereits er­strittene Ur­teile) und Sie ziehen eine an­walt­liche Ver­tre­tung in Er­wä­gung, dann em­pfehlen wir Ihnen, vor Man­dat­ser­teilung ein paar Fra­gen zu stel­len: Kon­nte auf­grund das er­strittene Ur­teil auch voll­streckt wer­den? Das heißt: Hat der An­leger, für den die Klage ge­wonnen wurde, auch Geld er­hal­ten? Das schön­ste Ur­teil nützt Ihnen nichts, wenn der Gegner nicht mehr bezah­len kann oder nicht auffind­bar ist. Es passiert auch häufig, dass mit Ur­teilen ge­worben wird, die auf Ihren konkre­ten Fall gar nicht passen. Fra­gen Sie auch hier vor Man­dat­ser­teilung konkret nach, in­wiefern ein bereits er­strittenes Ur­teil auf Ihren Fall über­trag­bar ist. Wenn auf diese Frage keine ganz konkrete und für Sie plaus­ible An­t­wort kommt, sind Sie an der falschen Stelle. Und fra­gen Sie auch nach Ver­jährung­saspek­ten. Der XI. Zivilsenat des BGH hat An­fang 2021 eine Entscheidung get­ro­f­fen, die ins­beson­dere auf die Ver­jährung von Prospek­thaf­tung­sans­prüchen bei al­len Fonds, die zwis­chen Mitte 2005 und Ende Mai 2012 aufgelegt wur­den, ganz er­heb­liche Aus­wirkun­gen hat. Lassen Sie sich vor Man­dat­ser­teilung genau darüber aufklären, ob hier ggf. Ge­fahren für Sie liegen.

Fün­ftens: Bleiben Sie krit­isch. Sind die Ar­gu­mente, die Sie lesen, plaus­i­bel? Hat sich der Ver­fasser erken­nbar mit Ihrem konkre­ten Fonds be­fasst oder sind die In­halte be­liebig auf di­verse Fonds über­trag­bar? Wird deut­lich, wie der Ver­fasser vorge­hen will und was genau er von Ihnen möchte? Lassen Sie sich nur auf et­was ein, das Sie ver­stehen. Nutzen Sie die Mög­lich­keiten, ents­prechend nachzu­fra­gen. Wenn Ihnen diese Mög­lich­keit nicht an­ge­boten wird, dann ist das auch kein gutes Zeichen.

Un­sere Mit­glieder leiten uns eine Vielzahl von Hil­f­sange­boten weiter, die sie in der Post haben, damit wir uns dazu äußern. Manch­mal sind diese An­ge­bote solide, häufi­ger dienen sie aber mehr den wirtschaft­lichen In­teressen der Ab­sender. Wir helfen un­seren Mit­gliedern auch dabei, hier zwis­chen Weg­wer­fen und Mit­machen zu entscheiden.

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    Quelle: Ak­tions­bund

    Dringender Aufklärungsbedarf bei den MAP Fonds von Illya Steiner

    AAA prüft die Beteili­gung­s­port­folien der MAP Fonds von Ilya Steiner hinsicht­lich ihrer Wirtschaftlichkeit

    Es fing ganz harm­los an. Eines un­serer Mit­glieder hatte uns im Früh­jahr 2022 ge­b­eten, ein­mal den MAP An­s­par Plan Fonds 3 der Un­ternehmens­gruppe von Dr. Il­lya Steiner aus Ham­burg et­was näher an­zuse­hen, weil er dort noch laufend Ein­zahlun­gen leisten würde. Er würde jetzt dauernd Post von einer An­walt­skan­zlei er­hal­ten, die ihm em­pfiehlt, Schadens­er­satzk­lage zu führen. Sei das seriös?

    Un­sere Vor­stands­vorsitzende Ker­stin Kon­dert hat sich da­rauf­hin zun­ächst den MAP An­s­par Plan Fonds 3 und im An­schluss daran auch den MAP An­s­par Plan Fonds 2 und MAP An­s­par Plan Fonds 1 sowie MAP Fonds 1, MAP Fonds 2, MAP Fonds 3 und MAP Green unter Lupe gen­om­men (MAP steht übri­gens im­mer für Multi As­set Port­fo­lio). Wir haben in ein Wespen­nest gestochen.

    In diese sieben MAP-​Fonds, die Steiner in den Jahren 2009 bis 2012 aufgelegt hat, sind bisher mehr als 100 Mil­lionen Euro An­legergelder ge­flossen. Die Fonds ihr­er­seits soll­ten in “Zielf­onds” in­vest­ieren. Über die Streuung in ver­schiedene Branchen (Schiffe, Im­mob­i­lien, En­er­gie, Lo­gistik und Private Equity) wollte Steiner das Risiko min­i­mieren. In die MAP An­s­par Plan Fonds 2 und 3 zahlt ein Teil der An­leger noch laufend ein, während an­dere Gesell­schafter dieser Fonds die An­zahlung­s­phase schon been­det haben und laufende Aus­schüt­ten er­hal­ten. Aber wieviel Er­träge er­wirtschaften die Fonds tatsächlich?

    Prob­lem­at­isch bei prakt­isch al­len Fonds ist, dass seit Inkraft­tre­ten des KAGB Mitte 2013 die Fonds nur noch unter ganz bestim­mten Be­din­gun­gen und Au­fla­gen In­vest­i­tionen täti­gen dür­fen. Bis Ende 2013 weisen die Fonds in ihren Bil­an­zen ku­muliert ein An­lagever­mö­gen von rund 45,6 Mil­lionen Euro aus. Die Summe Ges­amt­in­vesti­tionen aus den Port­fo­lioberichten der Fonds von Mitte 2021 be­trägt knapp 100 Mil­lionen Euro — die Fonds haben mehr als die Hälfte ihres Kapit­als erst nach 2013 in­vest­iert. Aus un­serer Sicht ist hier drin­gend zu prüfen, ob diese In­vest­i­tionen KAGB-​konform waren (was wir nach bish­eri­ger Prü­fung bezweifeln).

    Dage­gen spricht unter an­derem, dass In­vest­i­tionen von mehr als 47 Mil­lionen Euro ab­weichend von den Prospekt­darstel­lung nicht in “Zielf­onds” ge­flossen sind, son­dern in Beteili­gun­gen an­derer Rechts­form, teil­weise auch in Direkt­beteili­gun­gen im Aus­land. Eine Vielzahl dieser Beteili­gun­gen befin­det sich zu­dem im Ein­flussbereich von Dr. Il­lya Steiner und seiner Un­ternehmens­gruppe. Auffal­lend ist auch, dass es die Steiner-​Gruppe mit der ge­set­z­lich gere­gel­ten Ver­öf­fent­lichungs­frist von Jahresab­schlüssen nicht be­son­ders eng sieht. In den meisten Fäl­len be­tref­fen die zu­letzt ver­öf­fent­lichten Ab­schlüsse das Jahr 2019.

    Die Darstel­lungen in den Port­fo­lioberichten der MAP Fonds sind alles an­dere als trans­par­ent. So wird beis­piels­weise ver­schwie­gen, wenn bei verkauften oder li­quidier­ten “Zielf­onds” er­heb­liche Kapit­al­ver­luste real­is­iert wur­den. Welche Aus­schüt­tun­gen aus welchen Beteili­gun­gen ge­plant waren und welche Rück­flüsse tat­säch­lich bei den MAP Fonds ankom­men, wird gleich­falls nir­gends darges­tellt. Auf welcher Basis die Ankauf­sentscheidun­gen get­ro­f­fen wur­den, ist nicht nachvollziehbar.

    Ein Extrem-​Beispiel, das nach un­serer Auffas­sung ge­fähr­lich an der Grenze zur Un­treue liegt, ist die In­vest­i­tion des MAP ASP 2 und MAP ASP 3 in die HEKA En­ergy Solu­tions GmbH in Höhe von insges­amt 1,6 Mil­lionen Euro.

    Jochen Rieger war Gründer und ehem­a­li­ger Geschäfts­führer der HEKA-​Gesellschaften. Seine HEKA-​Muttergesellschaft und er per­sön­lich waren An­fang März 2020 in­solv­ent. Il­lya Steiner und Jochen Rieger kan­nten sich. Ende März 2020 kaufte Steiner für MAP ASP 2 und MAP ASP 3 die Gesell­schaftsanteile der HEKA En­ergy Solu­tions GmbH vom In­solv­en­zver­wal­ter der in­solv­en­ten Mut­tergesell­schaft. Mit er­worben wur­den ver­meint­liche For­der­ungen und An­s­prüche, für deren Wer­thaltigkeit der In­solv­en­zver­wal­ter als Verkäufer al­lerd­ings jeg­liche Gewähr aus­drück­lich aus­schloss. Die Privat­in­solv­enz von Rieger hielt Steiner nicht davon ab, ihn kurze Zeit später nicht nur erneut — auch hier han­delnd für die Fonds — zum Geschäfts­führer der HEKA zu be­stel­len, son­dern die Gesell­schaft mit noch mehr Kapital seitens der Fonds aus­zustat­ten und noch vier Tochtergesell­schaften von Rieger gründen zu lassen. Alle fünf Gesell­schaften sind in­zwis­chen in­solv­ent, die in­vest­ier­ten 1,6 Mil­lionen Euro sind wohl verloren.

    In den Port­fo­lioberichten Mitte 2020 heißt es, die Renditeaus­sichten dieser Beteili­gung würden bei 7 bis 8 Prozent lie­gen. Der Jahresab­schluss 2019 der HEKA En­ergy Solu­tions GmbH zeigt al­lerd­ings über­haupt keine nennenswer­ten Ver­mö­genswerte. Die Bil­an­zen der Vor­jahre bele­gen eine rückläufige Geschäft­sentwicklung. Es stellt sich die Frage, auf welcher Zah­len­basis die Ankauf­sentscheidung get­ro­f­fen wurde. Die in den Port­fo­lioberichten in Aus­sicht ges­tell­ten Renditen haben keine erken­nbare Basis in der Wirklichkeit.

    Der Ak­tions­bund Akt­iver An­leger­s­chutz e.V. will nun­mehr die An­leger al­ler MAP Fonds darin un­ter­stützen, die Ein­beru­fung außer­or­dent­licher Gesell­schafterver­sammlungen und die In­stall­a­tion von Beiräten durchzu­set­zen. Wir stel­len außer­dem die Platt­form, auf der sich die An­leger un­terein­ander aus­tauschen und vernet­zen können. Außer­dem set­zen wir un­sere Recher­chen fort, um die Hin­ter­gründe der Ankauf­sentscheidun­gen und den tat­säch­lichen wirtschaft­lichen Stand der Beteili­gun­gen zu ermitteln.

    Von Schadens­er­satzk­la­gen aus Prospek­thaf­tung hal­ten wir al­lerd­ings aus ver­schiedenen Gründen im Falle der MAP Fonds wenig. Denn sie dürften — von al­len jur­istischen As­pek­ten abgese­hen — wirtschaft­lich wenig sin­nvoll sein. Die Fonds haben alle dies­el­ben drei Gründungs­gesell­schafter. Ge­gen diese würde sich ein An­s­pruch aus Prospek­thaf­tung richten. Es sieht so aus, als würden zwei dieser Gesell­schaften gerade für die “Beer­di­gung” vorbereitet. Der Journ­al­ist Stefan Loipfinger, mit dem wir uns hinsicht­lich der Recher­chen zu Steiner eng aus­tauschen, hat hier­über bereits berichtet. Seinen Kom­mentar finden Sie unter https://​in​vest​mentcheck​.de/​n​e​w​s​/​6​8​2​1​/​s​t​e​i​n​e​r​s​c​h​e​-​a​b​w​e​s​e​n​h​e​i​ten. Die dritte Gründungs­gesell­schaf­terin, die Kom­ple­mentärin MAP Steiner Ver­wal­tungs­gesell­schaft mbH, führt nach wie vor die Geschäfte der Fonds. Aber auch sie hat keine sol­che Fin­an­zkraft, dass sie die An­s­prüche von Tausenden von An­legern be­friedi­gen könnte.

    Vor diesem Hin­ter­grund se­hen wir die be­sten Mög­lich­keiten, das Kapital und die In­teressen der An­leger zu schützen, bei einem Vorge­hen auf der Ebene der Fondsgesell­schaften. Dafür braucht es al­lerd­ings ents­prechende Mehrheiten. Wir haben uns auf den Weg gemacht, den An­legern bei der Beschaf­fung dieser Mehrheiten nach be­sten Kräften zu helfen. Jeder be­t­ro­f­fene An­leger kann sich bei uns melden. Wir sor­gen für die In­teressen­bündelung und In­form­a­tion­s­weit­er­gabe — auch ohne Mit­glied­schaft in un­serem Verein.

    Hier finden Sie weit­ere Aktionsbund-​News zu diesem Thema:

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    Quelle: Ak­tions­bund

    Enorme Wertberichtigungen bei ThomasLloyd

    ThomasLloyd CTI Hold­ing hat laut Jahresab­schluss 2020 mehr als 100 Mil­lionen Euro abgeschrieben.

    Die ThomasLloyd Cleantech In­fra­struc­ture Hold­ing GmbH (TL CTI Hold­ing GmbH) ist die Gesell­schaft der ThomasLloyd Group, über die die meisten In­vest­i­tionen getätigt wer­den sol­len. Die ThomasLloyd Fonds geben zu diesem Zweck das An­legerkapital an diese Gesell­schaft weiter. Der Jahresab­schluss 2020 hätte bis zum Ende des Jahres 2021 ver­öf­fent­licht wer­den sol­len. So will es zu­mind­est das Ge­setz. So­wohl der Ak­tions­bund Akt­iver An­leger­s­chutz als auch di­verse An­leger haben beim Bundes­an­zei­ger und bei der BaFin das Fehlen dieses Ab­schlusses moniert. In den let­zten Wochen haben die An­leger der geschlossenen Fonds Zweite Cleantech, Dritte Cleantech und Fün­fte Cleantech die Ab­schlüsse für 2020 ohne weit­ere Er­läuter­ungen er­hal­ten und soll­ten sie trotz kata­strophaler Ver­luste genehmi­gen. Wir haben hier darüber berichtet. Lars-​Marten Na­gel kom­men­tiert die Ereign­isse heute im Han­dels­blatt.

    Soeben wurde nun der Jahresab­schluss 2020 der ThomasLloyd CTI Hold­ing selbst im Bundes­an­zei­ger ver­öf­fent­licht, dessen Ergeb­n­isse die Basis der Fondsab­schlüsse bilden. Dieser Ab­schluss zeigt ein er­s­chreckendes Bild: In 2020 hat die TL CTI Hold­ing bei Fin­an­zan­la­gen und Wer­t­papieren des An­lagever­mö­gens mehr als 100 Mil­lionen Euro abges­chrieben. Die größte Po­s­i­tion dabei kom­men­tiert TL wie folgt:

    Die Beteili­gung an ThomasLloyd CTI Asia Hold­ings Pte. Ltd, Singapur/​Singapur, mit An­schaf­fung­skos­ten in Höhe von TEUR 138.097 wurde im Geschäft­s­jahr um TEUR 83.035 auf den niedrig­eren beizule­genden Zeit­wert in Höhe von TEUR 55.062 abges­chrieben, da der beizule­gende Zeit­wert unter Ver­wendung eines er­höhten Diskon­tier­ungs­satzes von 8.1 %, der deut­lich neg­at­ivere mak­roöko­nomis­che In­puts auf­grund der Pandemie und geringerer Wach­stum­s­raten wider­spiegelt, sowie durch den Weg­fall von Kos­ten­syn­er­gien und be­trieb­lichen Ef­f­iz­ien­z­steiger­ungen, die in den Vor­jahren in die Be­w­er­tung einge­flossen waren und deren kurz- bis mit­tel­fristige Real­is­ier­ung das Man­age­ment weit­er­hin anstrebt.”

    Das Zitat ist kor­rekt, der Satz steht so un­voll­ständig im Jahresab­schluss. Aber er ist nicht nur sprach­lich ver­unglückt, son­dern auch in­halt­lich na­hezu bedeu­tungslos. Das passt zur gener­el­len In­form­a­tion­spolitik von ThomasLloyd, die grundsätz­lich mehr Fra­gen aufwirft, als sie beant­wor­tet. Ins­beson­dere dann, wenn es um die Konkret­is­ier­ung von Beteili­gungs­ver­hält­n­is­sen geht, hält ThomasLloyd sich gern bedeckt.

    Die zen­t­rale In­vest­i­tionsgesell­schaft der Gruppe hat das Jahr 2020 mit einem Ver­lust von rund 132 Mil­lionen Euro been­det. Aber den An­legern wird weiter erzählt, die seit geraumer Zeit einges­tell­ten Aus­schüt­tun­gen der Fonds sol­len nicht nur kur­z­fristig fort­ge­setzt, son­dern auch noch aufge­holt wer­den. An­gesichts der für 2020 vorgelegten Zah­len der TL CTI Hold­ing ist das nur schwer glaubhaft.

    Un­sere Vor­stands­vorsitzende Ker­stin Kon­dert wird in den näch­sten Ta­gen den Jahresab­schluss 2020 der ThomasLloyd Cleantech In­fra­struc­ture Hold­ing GmbH genau unter die Lupe neh­men. Wir wer­den un­sere Berichter­stat­tung fortsetzen.

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    Quelle: Ak­tions­bund

    Versäumnisurteil gegen zwei Unternehmen der Steiner-Gruppe

    S + C Treuhand GmbH und Steiner + Com­pany GmbH & Co. KG lassen sich im Gericht­ster­min nicht vertreten.

    Ein An­leger, der sich über das Emis­sion­shaus Steiner direkt an einer Wohnan­lage in Dubai beteiligt hat, prozessiert ge­gen die S + C Treuhand GmbH, die Steiner + Com­pany GmbH & Co. KG und die En­gels & Völk­ers Re­sorts GmbH, weil die ver­sprochenen Miet­zahlun­gen sowie die ver­trag­lich ver­sprochene Rück­zahlung des in­vest­ier­ten Kapit­als aus­bleiben. Das, was ihm als Kauf‑, Miet- und Rück­kaufver­trag an­ge­boten wurde, ist nach Auffas­sung seines An­walts Boris-​Jonas Glameyer aus Kon­stanz tat­säch­lich ein Dar­le­hens­ver­trag — der An­leger sei über die Grundla­gen seiner Beteili­gung getäuscht worden. Die Vor­stands­vorsitzende des AAA, Ker­stin Kon­dert, hat am 16. Septem­ber 2022 als “Öf­fent­lich­keit” die münd­liche Ver­hand­lung vor dem Landgericht Ham­burg be­sucht. Die zuständige Rich­terin neigt dazu, der Auffas­sung von Glameyer zuzus­tim­men. Ge­gen die Beklagten zu 1. und 2., die Ini­ti­atoren S + C Treuhandgesell­schaft mbH und Steiner + Com­pany GmbH & Co. KG, ist die Sache fast schon gelaufen. Vor weni­gen Ta­gen haben über­ras­chend die je­w­eils ver­tre­tenden An­wälte die Man­date niedergelegt, neue An­wälte haben beide Beklagten nicht be­stellt. Im Gericht­ster­min waren sie weder an­wesend noch ver­tre­ten. Nun wird ge­gen sie ein Ver­säum­nisur­teil erge­hen. Im Juli hatte Il­lya Steiner seine Gesell­schaftsanteile an der Steiner + Com­pany GmbH & Co. KG an die Jupiter Un­ternehmungs­ber­a­tung UG (haf­tungs­bes­chränkt) verkauft, zu­dem sind die Geschäfts­führer der S + C Treuhandgesell­schaft mbH und Steiner + Com­pany GmbH & Co. KG kur­z­fristig aus­get­auscht worden. Vor diesem Hin­ter­grund drängt sich die Frage auf, ob hier die Beer­di­gung eines An­s­pruchs­gegn­ers vorbereitet wird.

    Recht­san­walt Boris-​Jonas Glameyer

    Sollte es sich beim vorlie­genden Ver­trag um einen Dar­le­hens­ver­trag han­deln, so hätte dies für die En­gel & Völk­ers Re­sorts GmbH die un­an­genehme Folge, dass sie für die Rück­zahlung des vol­len in­vest­ier­ten Be­tra­ges des An­legers auf­grund der ver­trag­lich erklärten Haf­tung­süber­nahme aufkom­men müsste, wobei nicht ein­mal die bereits an den An­leger ge­flossenen Zin­szahlun­gen in Abzug zu brin­gen wären. Nach Ansicht von Glameyer kann sich die En­gel & Völk­ers Re­sorts GmbH nicht auf die For­mun­wirk­samkeit des Ver­trages berufen, da ein Dar­le­hens­ver­trag an­ders als ein Kaufver­trag nach deuts­chem Recht nicht not­ar­i­ell beurkun­det wer­den muss.

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    Quelle: Ak­tions­bund

    Fehlerhafte Abstimmungsunterlagen bei ThomasLloyd

    Nachdem der Aktionsbund Aktiver Anlegerschutz e.V. die Abstimmung zu überhöhten Provisionen beanstandet hatte, erklärte ThomasLloyd gegenüber nachfragenden Anlegern, die Abstimmungsunterlagen seien tatsächlich fehlerhaft.

    Wir haben ver­gan­gene Woche darüber berichtet, dass An­leger des ThomasLloyd Fonds Zweite Cleantech In­frastruk­turgesell­schaft mbH & Co. KG ents­prechend den ak­tuel­len Ab­stim­mung­sun­ter­la­gen nicht nur die Geschäfts­führung und die Treuhän­derin entlasten, son­dern auch deut­lich über Ver­trag gezahlte Pro­vi­sionen nachträg­lich genehmi­gen sol­len (TOP 4 der Beschlussfas­sung). Auch In​vest​mentcheck​.de nimmt krit­isch zum Umgang von ThomasLloyd mit ihren An­legern Stel­lung. Jetzt hat ein An­leger bei der Fondsgeschäfts­führung nachge­fragt, wieso er nachträg­lich über­höhte Pro­vi­sionen für das Jahr 2020 genehmi­gen soll, ob­wohl der Fonds in diesem Jahr gar nicht mehr in der Plat­zier­ung war. Nach Aus­kunft von ThomasLloyd sind die Ab­stim­mung­sun­ter­la­gen tat­säch­lich fehler­haft: “Bitte Top 4 ig­nor­i­eren, der wurde hier fälsch­lich­er­weise auf­gen­om­men und be­t­rifft das Geschäft­s­jahr 2020 nicht mehr”. An­gesichts eines sol­chen Fehlers sollte man an­neh­men, dass TL alle be­t­ro­f­fenen An­leger darüber in­formiert, dass hier et­was falsch gelaufen ist. Bisher ist das al­lerd­ings nicht der Fall. Der Vor­fall zeigt deut­lich auf, wie wichtig es ist, dass An­leger krit­isch bleiben und nicht alles schlucken, was ihnen die Geschäfts­führung vorsetzt.

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    Quelle: Ak­tions­bund

    ThomasLloyd — Anleger sollen überhöhte Provisionen nachträglich genehmigen

    Die Un­ternehmens­gruppe ThomasLloyd hat an die An­leger des geschlossenen Fonds Zweite Cleantech In­frastruk­turgesell­schaft mbH & Co. KG gerade Un­ter­la­gen zur schrift­lichen Beschlussfas­sung ver­schickt. Die An­leger sol­len den Jahresab­schluss für das Jahr 2020 (kein Fehler, vom Ab­schluss 2021 ist über­haupt noch nicht die Rede!) genehmi­gen und Geschäfts­führung und Treuhän­derin entlasten. Dafür legt ThomasLloyd den An­legern ledig­lich Aus­züge aus den Ab­schlus­sun­ter­la­gen vor. Die An­leger bekom­men weder einen Jahresab­schlussbericht noch einen Geschäfts­bericht. Sie können den voll­ständi­gen Ab­schluss auch nicht durch Steuer­berater oder Recht­san­wälte prüfen lassen, weil nur sie per­sön­lich Einsicht in die Un­ter­la­gen neh­men können. Und das auch nur im Büro in Frank­furt nach vorheri­ger Ter­min­ab­stim­mung. Das Büro in Frank­furt ist al­lerd­ings nicht der Ort, an dem der Fonds ver­wal­tet wird. Das geschieht in der Sch­weiz. Es ist schon schwi­erig, an der Frank­furter Ad­resse per Gerichts­vollzieher et­was zus­tel­len zu lassen. Die Gerichts­vollzieher hat­ten in der Ver­gan­gen­heit Prob­leme, dort über­haupt einen An­s­prech­part­ner für die Zus­tel­lung zu finden.

    Wie sich die In­vest­i­tionen des Fonds en­twick­elt haben, ver­sch­weigt ThomasLloyd den An­legern. Der Fonds in­vest­iert nach Abzug seiner Kos­ten das einges­am­melte An­legerkapital in die ThomasLloyd Cleantech In­fra­struc­ture Hold­ing GmbH (TL CTI Hold­ing). Deren Jahresab­schluss 2020 bil­det die Basis für den Ab­schluss des Fonds. Aber der Jahresab­schluss 2020 der TL CTI Hold­ing GmbH ist weder im Bundes­an­zei­ger noch im Un­ternehmens­reg­ister ver­öf­fent­licht, ob­wohl er seit mehr als einem Jahr über­fäl­lig ist.

    Und was dem Fass die Krone auf­setzt: Ob­wohl die Zweite Cleantech In­frastruk­turgesell­schaft mbH & Co. KG zum Ende des Jahres 2019 geschlossen wurde, sol­len die An­leger für das Jahr 2020 noch nachträg­lich Pro­vi­sion­szahlun­gen genehmi­gen, und zwar in mehr als dop­pel­ter Höhe des ver­trag­lich ver­ein­barten Satzes.

    Aus un­serer Sicht kann man in al­len zur Ab­stim­mung ges­tell­ten Punk­ten vor diesem Hin­ter­grund die Genehmi­gung nur verweigern.

    An­leger der Zweite Cleantech In­frastruk­turgesell­schaft mbH & Co. KG, die sich en­ga­gieren wollen, können un­sere Vor­stands­vorsitzende Ker­stin Kon­dert gern direkt an­s­prechen. Wir be­fassen uns bereits seit geraumer Zeit in­tensiv mit der Materie.

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    Quelle: Ak­tions­bund

    MCE Fonds: Ausschüttungen und deren Rückforderung

    Bei na­hezu al­len in­solv­en­ten MCE Fonds der Gruppe haben die In­solv­en­zver­wal­ter im Laufe der let­zten an­der­thalb Jahre die in der Ver­gan­gen­heit gezahl­ten Aus­schüt­tun­gen von den An­legern zurückge­fordert (wir haben zu den ein­zelnen Fonds je­w­eils darüber berichtet).

    Weil ak­tuell zum Umgang mit diesen Zahlung­sauffor­der­ungen für die An­leger un­ter­schied­liche Ratschläge im Um­lauf sind, fassen wir hierzu un­sere Auffas­sung noch­mals zusammen.

    Nach Prü­fung der Bil­an­zen und schrift­licher Un­ter­la­gen der ehem­a­li­gen Fondsgeschäftsführung/​Treuhand sind wir der Überzeu­gung, dass beim MCE Fonds 01, MCE Fonds 02, MCE Fonds 04, MCE Fonds 05, MCE Fonds 08 und MCE Fonds 09 spä­testens durch Au­flösung der Rück­lage in den Jahren 2013 oder 2014 das Haftkapital, so­weit zu­vor Aus­schüt­tun­gen zu dessen Lasten gebucht wur­den, wieder aufge­füllt wurde und in­sofern bei keinem der Fonds das Haftkapital durch Aus­schüt­tun­gen ge­m­ind­ert ist.

    Mit dieser Be­gründung haben un­sere Mit­glieder die For­der­ungen der In­solv­en­zver­wal­ter zurück­gew­iesen. Die recht­liche Ver­tre­tung un­serer Mit­glieder haben wir im Rah­men der Mit­glied­schaft or­gan­is­iert. Die In­solv­en­zver­wal­ter haben bis heute — ob­wohl die er­sten Zurück­weisun­gen rund an­der­thalb Jahre zurück­lie­gen — hierauf nicht re­agiert, aber ihre For­der­ungen ge­genüber un­seren Mit­gliedern auch nicht weiter verfolgt.

    Der Ak­tions­bund Akt­iver An­leger­s­chutz e.V. hat bereits vor mehr­eren Jahren Stra­fan­zeige ge­gen die ver­ant­wort­lichen Per­sonen er­stat­tet. Wie uns die Staat­san­waltschaft mit­teilte, wur­den die Er­mittlun­gen zwis­chen­zeit­lich aber eingestellt.

    Wir sind ferner der Auffas­sung, dass es wirtschaft­lich un­sin­nig ist, mit zusätz­li­chem fin­an­zi­el­len Aufwand Schadens­er­satzans­prüche ge­genüber Per­sonen und Un­terneh­men der MCE-​Gruppe zu ver­fol­gen, weil alle uns bekan­nten Ver­ant­wort­lichen in­zwis­chen selbst en­tweder ver­mö­genslos, in­solv­ent oder ver­schwun­den sind.

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    Quelle: Ak­tions­bund

    Insolvenz der Kanzlei Lachmair/​21legal

    Die 21legal Recht­san­walts­gesell­schaft mbH musste in diesem Jahr In­solv­enz an­melden. Zahlreiche Mand­anten der 21legal Recht­san­walts­gesell­schaft mbH (vormals An­walt­skan­zlei Lach­mair) haben vor weni­gen Ta­gen Post von der Pluta Recht­san­walts GmbH er­hal­ten. Die Pluta wurde im Juni 2022 zum In­solv­en­zver­wal­ter über das Ver­mö­gen der 21legal be­stellt und hat nun den Mand­anten der 21legal mit­geteilt, dass deren Man­dats­ver­hält­n­isse nicht fortge­führt wer­den und die Mand­anten sich bitte eine neue Rechts­ver­tre­tung be­sor­gen müssten, wenn sie noch laufende Ver­fahren fort­führen wollen.

    Wir wis­sen aus un­serem Mit­glieder­kreis, dass die Kan­zlei Lach­mair bzw. 21legal vor al­lem Man­date aus dem Bereich der dima24 be­treut hat, u.a. im Zusam­men­hang mit den Euro GrundInvest-​Fonds und den Canada Gold Trust-​Fonds. Die von Malte Hartwieg gegrün­dete dima 24 hat eine Vielzahl von Fonds ver­trieben und mit ver­bundenen Un­terneh­men zum Teil auch selbst aufgelegt. Alle diese Fonds sind wirtschaft­liche Fehlschläge. Recht­lich mö­gen in di­versen Fäl­len die Chan­cen auf Schadens­er­satz gut sein. Die Chan­cen, aber tat­säch­lich auch Geld zu er­hal­ten, sind aus un­serer Sicht aber über­wie­gend gering.

    An­leger, die prüfen wollen, ob es sin­nvoll ist, noch recht­shängige Kla­gen aus dem Bereich dima24 bzw. Malte Hartwieg fortzuführen, die bisher von RA Lach­mair be­treut wur­den, können sich gern an un­seren Ver­ein wenden. An­s­prech­part­nerin ist un­sere Vor­stands­vorsitzende Ker­stin Kondert.

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    Quelle: Ak­tions­bund

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