FAQS zum Wirecard-​Skandal: Klage gegen EY

Zen­trale Fra­gen zum Wirecard-​Skandal und den Scha­dens­er­satz­kla­gen ge­gen den be­tei­lig­ten Wirt­schafts­prü­fer Ernst & Young (EY), kurz beantwortet:

Wirecard EY

Wel­che An­le­ger kön­nen Scha­dens­er­satz­an­sprü­che ge­gen EY gel­tend machen?

Alle vom Wirecard-​Skandal be­trof­fe­nen An­le­ger, die in Ak­tien der Wire­card AG nebst de­ren De­ri­va­ten (z.B. Op­ti­ons­scheine w/​o Knock-​out-​Schwelle, Zer­ti­fi­kate, Dif­fe­renz­kon­trakte) und/​oder von der Wire­card AG be­ge­bene An­leihe in­ves­tiert haben.

Da­bei ist zu be­ach­ten, dass sie die Wirecard-​Aktien zwi­schen dem 1.1.2010 bis ein­schließ­lich 17.6.2020 Mit­ter­nacht ge­kauft ha­ben müs­sen. Ent­schei­dend ist hier­bei der Zeit­punkt des er­teil­ten Auf­trags, auch wenn die Bu­chung im De­pot zeit­lich erst spä­ter erfolgte.

Soll­ten sie erst nach der durch die Wire­card AG am 18. Juni ge­gen 11 Uhr ver­öf­fent­lich­ten Pres­se­er­klä­rung zur Ver­wei­ge­rung der Testat­er­stel­lung durch EY ihre Ak­tien er­wor­ben ha­ben, hängt es von ih­rem je­wei­li­gen per­sön­li­chen und glaub­haft zu ma­chen­den Kennt­nis­stand ab, ob sie sich er­folg­reich an ei­ner Klage ge­gen EY be­tei­li­gen können.

Warum wird ge­gen EY vor­ge­gan­gen, und nicht ge­gen Wire­card selbst?

Die Wire­card AG hat am 25. Juni 2020 An­trag auf In­sol­venz ge­stellt – sie fällt so­mit als sol­ven­ter An­spruchs­geg­ner für die er­folg­rei­che Durch­set­zung et­wai­ger Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen der An­le­ger aus.

Nach der­zei­ti­ger Lage scheint uns eine Klage ge­gen EY am viel­ver­spre­chends­ten. Wir sind über­zeugt da­von, so gute Ar­gu­mente und Be­lege zu ha­ben, dass wir auch die Ge­richte über­zeu­gen können.

Auf wel­cher recht­li­chen Grund­lage kann Scha­dens­er­satz von EY ge­for­dert werden?

Un­sere Klage ge­gen EY ba­siert im We­sent­li­chen auf dem Um­stand feh­len­der Sal­den­be­stä­ti­gun­gen und der Er­tei­lung ei­nes schuld­haft fal­schen Be­stä­ti­gungs­ver­mer­kes für den Kon­zern­ab­schluss der Wire­card AG. EY haf­tet da­her den An­le­gern we­gen vor­sätz­li­cher sit­ten­wid­ri­ger Schä­di­gung nach § 826 BGB und nach den Grund­sät­zen des Ver­trags mit Schutz­wir­kun­gen zu­guns­ten Drit­ter nach § 311 Abs. 3 BGB.

Wie schät­zen sie die Er­folgs­aus­sich­ten der Kla­gen ge­gen EY ein?

Wir hal­ten die Er­folgs­aus­sich­ten un­se­rer Kla­gen ge­gen EY für gut.

Die Ab­ge­ord­ne­ten des Un­ter­su­chungs­aus­schus­ses mach­ten klar, dass sie ein­stim­mig der An­sicht sind, dass EY bei der Tes­tie­rung der Jah­res­ab­schlüsse von Wire­card auf Vor­lage von Sal­den­be­stä­ti­gun­gen der kon­to­füh­ren­den Ban­ken hätte be­stehen müs­sen. Die­ser An­sicht folg­ten nicht nur die Ab­schluss­prü­fer der Auf­sichts­stelle (APAS) beim Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­rium, son­dern auch die Bun­des­re­gie­rung (in ei­ner An­frage ei­nes Mit­glieds des Un­ter­su­chungs­aus­schus­ses) so­wie das In­sti­tut der Wirt­schafts­prü­fer (IDW).

Zu­dem stüt­zen wei­tere Ver­säum­nisse von EY un­sere Klage – hierzu ha­ben wir be­reits um­fang­rei­ches Ma­te­rial zusammengetragen.

Wie hoch ist die Haf­tungs­summe von EY?

EY hat ge­gen­über ih­ren Auf­trag­neh­mern für ihre dor­tige je­wei­lige Tä­tig­keit die Haf­tung be­grenzt. Dies be­trifft je­doch nicht die Haf­tung im Au­ßen­ver­hält­nis, ist also für eine Scha­dens­er­satz­klage des An­le­gers we­gen der Er­tei­lung ei­nes schuld­haft fal­schen Be­stä­ti­gungs­ver­mer­kes für den Kon­zern­ab­schluss der Wire­card AG unerheblich.

Da wir von ei­nem vor­sätz­li­chem Han­deln aus­ge­hen, ist nicht da­mit zu rech­nen, dass die Ver­si­che­rung von EY für den ent­stan­den Scha­den auf­kom­men muss. Da je­doch EY al­lein in Deutsch­land im letz­ten Jahr über 2 Mil­li­ar­den Euro Um­satz er­zie­len konnte und zu­dem Teil der in­ter­na­tio­na­len Un­ter­neh­mens­gruppe EY-​Global ist, rech­nen wir da­mit, dass recht­lich be­stehende Scha­dens­er­satz­an­sprü­che auch wirt­schaft­lich durch­setz­bar sein werden.

Wie sieht die Pro­zess­stra­te­gie aus?

Auf­grund der Kosten-​Nutzen-​Abwägung bün­deln wir meh­rere Klä­ger zu je­weils ei­nem Kla­ge­ver­fah­ren und rei­chen für diese Sam­mel­klage im Wege der „sub­jek­ti­ven Kla­ge­häu­fung“ ein. Sub­jek­tive Kla­ge­häu­fung be­deu­tet, dass meh­rere Klä­ger, die das glei­che An­lie­gen ver­fol­gen, ge­mein­sam zu Ge­richt ge­hen kön­nen. Es han­delt sich also so­zu­sa­gen um Klä­ger­grup­pen. Die Vor­aus­set­zun­gen hier­für lie­gen bei EY vor. Weil die ge­richt­li­chen Kos­ten­re­ge­lun­gen de­gres­siv aus­ge­stal­tet sind, las­sen sich mit die­sem Vor­ge­hen Kos­ten­vor­teile er­zie­len. Wir bil­den da­her lau­fend sol­che Gruppen.

Für Rechts­schutz­ver­si­cherte emp­feh­len wir eine Einzelklage.

Un­sere ju­ris­ti­sche Grund­lage: BGH, Urt. v. 12.03.2020 – VII ZR 236/19. Der Bun­des­ge­richts­hof hat in die­ser Ent­schei­dung ge­klärt, dass ein Wirt­schafts­prü­fer dann ge­gen­über In­ves­to­ren haf­tet, wenn sein Tes­tat un­rich­tig ist und wenn er da­bei „nach­läs­sig“, „rück­sichts­los“ und „an­ge­sichts der Be­deu­tung für Dritte ge­wis­sen­los“ ge­han­delt hat. Wir sind der Auf­fas­sung, dass diese Vor­aus­set­zun­gen im Falle von Wire­card und EY er­füllt sind und dass wir dies nach­wei­sen kön­nen.

Kä­men nicht auch die Ba­Fin oder die DPR als ge­eig­nete An­spruchs­ge­ge­ner für Scha­dens­er­satz­kla­gen infrage?

Ja. Al­ler­dings ist eine Klage ge­gen die Bun­des­an­stalt für Fi­nanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (Ba­fin) und/​oder die Deut­sche Prüf­stelle für Rech­nungs­le­gung (DPR) der recht­lich un­si­che­rere Weg als eine Klage ge­gen EY.

Eine Klage ge­gen BaFin/​DPR emp­fiehlt sich je­doch für alle Ge­schä­dig­ten, die aus wirt­schaft­li­chen oder per­sön­li­chen Grün­den nicht ge­gen EY vor­ge­hen möch­ten (z.B. weil die Rechts­schutz­ver­si­che­rung den Ein­tritt bei Ka­pi­tal­an­la­gen aus­schließt, zu­gleich aber eine Staats­haf­tung um­fasst, oder weil der Ge­schä­digte selbst Mit­ar­bei­ter von EY ist).

Zu be­ach­ten ist, dass es sich in je­dem Fall um die Ein­rei­chung zweier se­pa­ra­ter Kla­gen han­delt, da sie auf un­ter­schied­li­chen An­spruchs­grund­la­gen ba­sie­ren und der je­wei­lige Ge­richts­stand nicht iden­tisch ist.

Warum kein KapMuG-Verfahren?

Wir ha­ben be­reits von An­fang an ein Ver­fah­ren nach Kap­MuG im Zu­sam­men­hang mit dem Wirecard-​Skandal als die fal­sche Stra­te­gie an­ge­se­hen. An­fang Juni 2021 hat das Land­ge­richt Mün­chen I nun in zwei Ver­fah­ren die Er­öff­nung ei­nes KapMuG-​Verfahrens für un­zu­läs­sig er­klärt. Hin­ter­grund ist, dass es sich bei ei­nem (feh­ler­haft) er­teil­ten Be­stä­ti­gungs­ver­merk nach An­sicht des Ge­richts nicht um eine Ka­pi­tal­markt­in­for­ma­tion nach § 1 Abs. 2 S. 1 Kap­MuG han­delt. Da­mit be­stä­tigte das Ge­richt un­sere An­sicht und Prozessstrategie.

Hat der Ver­kauf mei­ner Wert­pa­piere der Wire­card AG Aus­wir­kun­gen auf den Schadensersatzanspruch?

Über den Ver­kauf oder das Hal­ten der Aktien/​Anleihen/​Derivate der Wire­card AG kön­nen Sie frei ent­schei­den. Dies ist für die Klage un­er­heb­lich. Ein be­reits er­folg­ter oder jet­zi­ger Ver­kauf wirkt sich nicht aus, er­zielte Er­löse sind le­dig­lich bei der Höhe Ih­res Scha­dens zu be­rück­sich­ti­gen. Ent­schei­dend für den Scha­dens­er­satz­an­spruch ist, zu wel­chem Zeit­punkt ge­nau die Wert­pa­piere ge­hal­ten wur­den. Bitte ha­ben Sie Ver­ständ­nis, dass wir hierzu kei­ner­lei Emp­feh­lung ab­ge­ben können.

Wie be­rech­net sich mein Scha­den, bzw. der Streit­wert im Klageverfahren?

Ihr Scha­den ent­spricht dem Streit­wert im Kla­ge­ver­fah­ren und setzt sich aus dem An­kaufs­wert Ih­rer Wert­pa­piere in­klu­sive Er­werbs­kos­ten und et­waige ge­zahl­ter Pro­vi­sio­nen zu­sam­men. Scha­dens­min­dernd sind hier­von eine ge­ge­be­nen­falls er­hal­tene Di­vi­den­den­aus­zah­lung und, so­fern Sie die Wert­pa­piere ver­kauft ha­ben, der Net­to­er­lös aus dem Ver­kauf abzuziehen.

Wie be­mes­sen sich das an­walt­li­che Ho­no­rar und die Ge­richts­kos­ten im Fall ei­ner Klage?

Wir wer­den pri­va­ten An­le­gern die Teil­nahme an ei­ner sog. Sam­mel­klage an­bie­ten. Bei die­ser wer­den meh­rere Klä­ger in ei­ner Klage zu­sam­men­ge­fasst. Hier­durch kann die Höhe der im Un­ter­lie­gens­fall zu tra­gen­den Kos­ten er­heb­lich ge­senkt wer­den. Das Pro­zess­kos­ten­ri­siko im Un­ter­lie­gens­falle setzt sich aus den ei­ge­nen An­walts­kos­ten, den geg­ne­ri­schen An­walts­kos­ten und den Ge­richts­kos­ten zu­sam­men. Die Kos­ten rich­ten sich da­bei nach dem Rechts­an­walts­ver­gü­tungs­ge­setz und Ih­rem in­di­vi­du­el­len Scha­den. Spre­chen Sie uns un­ver­bind­lich an, da­mit wir Ih­nen Ihr Pro­zess­kos­ten­ri­siko mit­tei­len können.

So­fern Sie zum Zeit­punkt der In­ves­ti­tion be­reits rechts­schutz­ver­si­chert wa­ren und die Ver­si­che­rung auch Strei­tig­kei­ten im Be­reich des Ka­pi­tal­markts um­fasst, stel­len wir für Sie kos­ten­frei eine Deckungsanfrage.

Das De­pot wird au­ßer­halb Deutsch­lands ge­führt bzw. ich bin kein deut­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger – kann ich mich trotz­dem an der Sam­mel­klage beteiligen?

Ja. Scha­dens­er­satz­an­sprü­che be­stehen un­ab­hän­gig vom Sitz der de­pot­füh­ren­den Bank bzw. der Staats­an­ge­hö­rig­keit des Wert­pa­pier­in­ha­bers und kön­nen in Deutsch­land gel­tend ge­macht werden.

Ich klage be­reits ge­gen die Wire­card AG und werde von ei­ner an­de­ren Kanz­lei ver­tre­ten – kann ich mich trotz­dem bzw. zu­sätz­lich an der Sam­mel­klage ge­gen EY beteiligen?

Ja, das ist mög­lich. Al­ler­dings soll­ten sie be­rück­sich­ti­gen, dass da­bei ggf. dop­pelte Ge­büh­ren an­fal­len. Im Fall des Ob­sie­gens wird der Scha­den je­doch prin­zi­pi­ell nur ein­mal ersetzt.

Ich möchte ge­gen EY kla­gen. Wel­che Un­ter­la­gen muss ich einreichen?

Bitte über­sen­den Sie uns sämt­li­che An­kaufs­ab­rech­nun­gen für Ihre Aktien/​Derivate/​Anleihen. Soll­ten Sie zwi­schen­zeit­lich Wert­pa­piere ver­kauft ha­ben, be­nö­ti­gen wir die je­wei­lige Ver­kaufs­ab­rech­nung. Zu­dem be­nö­ti­gen wir die un­ter­zeich­ne­ten Man­dats­un­ter­la­gen (Man­dats­ver­trag mit Ver­gü­tungs­ver­ein­ba­rung, Pro­zess­voll­macht, Wi­der­rufs­be­leh­rung). Diese Un­ter­la­gen ste­hen hier zum Down­load zur Verfügung.

For­mu­lar Sammelklage »

Wie ist der ak­tu­elle Stand zum Thema Prozessfinanzierung?

Das Pro­zess­fi­nan­zie­rungs­thema ge­stal­tet sich schwie­ri­ger, als noch im Juni/​Juli 2020 an­ge­nom­men ha­ben. Wir ha­ben eine Reihe von Ein­zel­fäl­len bei ei­nem klei­nen deut­schen Pro­zess­fi­nan­zie­rer un­ter­brin­gen kön­nen. Die­ser nimmt je­doch nur Ein­zel­kla­gen ab ei­nem Streit­wert von EUR 250.000 Streit­wert an.

Auf­grund des gro­ßen In­ter­es­ses an ei­ner Pro­zess­fi­nan­zie­rung für die kla­ge­wei­sen Gel­tend­ma­chung der An­sprü­che ha­ben wir eine Viel­zahl von Ge­sprä­chen mit al­len gro­ßen, eta­blier­ten Pro­zess­fi­nan­zie­rern ge­führt. Nach ei­nem an­fäng­lich star­ken Fi­nan­zie­rungs­in­ter­esse hat uns bis­her je­doch kein Ein­zi­ger von den Gro­ßen ein kon­kre­tes, rechts­ver­bind­li­ches Fi­nan­zie­rungs­an­ge­bot vor­ge­legt. So­weit wir hö­ren, geht das nicht nur uns so, son­dern al­len in die­sem Be­reich tä­ti­gen An­walts­kanz­leien und An­le­ger­ver­bän­den. Das liegt vor al­lem daran, dass die Pro­zess­fi­nan­zie­rer schein­bar aus ge­schäfts­po­li­ti­schen Grün­den sich nicht mit EY an­le­gen möch­ten. Der Hin­ter­grund scheint zu sein, dass die meis­ten Pro­zess­fi­nan­zie­rer auch noch an­dere Ge­schäfte fi­nan­zie­ren, zum Bei­spiel Un­ter­neh­mens­über­nah­men und -fu­sio­nen und dort häu­fig auf EY tref­fen. Wir neh­men an, dass sie diese Kon­takte für die Zu­kunft nicht be­schä­di­gen wol­len. Da­ge­gen lässt sich al­ler­dings kaum et­was tun.

Da es ins­ge­samt sehr un­wahr­schein­lich ist, dass wir (oder Dritte) Ih­nen in ab­seh­ba­rer Zeit eine se­riöse Pro­zess­fi­nan­zie­rung für ein Kla­ge­ver­fah­ren an­bie­ten kön­nen, zei­gen wir Ih­nen gerne auf, wie Sie Ih­ren Scha­den kom­pen­sie­ren und ohne Pro­zess­fi­nan­zie­rung wei­ter vor­ge­hen können.

Die Wire­card AG ist in­sol­vent, was kön­nen An­le­ger tun?

Die In­ves­to­ren der WIRE­CARD AG (Aktien/​Derivate) sind zwar grund­sätz­lich keine Gläu­bi­ger im In­sol­venz­ver­fah­ren ih­rer ei­ge­nen AG. Aber: Den In­ves­to­ren ste­hen auf­grund der lang­jäh­ri­gen Bi­lanz­ma­ni­pu­la­tion, die dem Vor­stand und dem Auf­sichts­rat der WIRE­CARD AG vor­ge­wor­fen wird, Scha­dens­er­satz­an­sprü­che ge­gen die WIRE­CARD AG zu. Und mit die­sen Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen sind die In­ves­to­ren Gläu­bi­ger im Ver­fah­ren der WIRE­CARD AG.

Es ist sinn­voll, diese Scha­dens­er­satz­an­sprü­che im In­sol­venz­ver­fah­ren an­zu­mel­den. Selbst wenn die In­sol­venz­quote nicht hoch aus­fal­len sollte, ein ge­wis­ser Ka­pi­tal­rück­fluss lässt sich hier hof­fent­lich doch er­zie­len. Die Scha­dens­er­satz­an­sprü­che sind ju­ris­tisch nicht ganz ein­fach zu be­grün­den. Da­her ist es emp­feh­lens­wert, die An­mel­dung im In­sol­venz­ver­fah­ren nicht selbst durch­zu­füh­ren, son­dern durch eine An­walts­kanz­lei vor­neh­men zu las­sen. Hier­für läuft eine Frist bis zum 26. Ok­to­ber 2020. Wir bie­ten Ih­nen an, diese An­spruchs­an­mel­dung für Sie zu über­neh­men. Hier­für fällt eine ge­setz­li­che Ge­bühr in Höhe ei­ner 0,5-fachen RVG-​Gebühr zzgl. Aus­la­gen und USt. an. Falls ge­wünscht, über­neh­men wir auch die De­ckungs­an­frage ge­gen­über Ih­rer Rechtsschutzversicherung.

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