WIRECARD-​Skandal

Sie haben Wirecard-Aktien gekauft? Welche Chancen Sie als Anleger jetzt haben

Die Blase Wirecard ist geplatzt

Am 18. Juni 2020 platzte die Blase Wire­card. 1,9 Mil­li­ar­den Euro, die auf Treu­hand­kon­ten den Wirecard-​Kunden als Si­cher­heit die­nen soll­ten, wa­ren nicht auf­find­bar. In der Folge stellte sich her­aus, dass Wire­card seit Jah­ren die Bi­lan­zen ma­ni­pu­lierte und es sich um ei­nen Be­trugs­fall ekla­tan­ten Aus­ma­ßes handelt.

Die Rolle der Abschlussprüfer Ernst & Young

Die lau­fen­den Kla­gen ge­schä­dig­ter In­ves­to­ren der Wire­card AG rich­ten sich ge­gen den Ab­schluss­prü­fer Ernst & Young GmbH Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaft. Nach dem bis­he­ri­gen Er­mitt­lungs­stand ge­hen wir da­von aus, dass ein ord­nungs­ge­mäß ar­bei­ten­der Ab­schluss­prü­fer den Be­trug und da­mit den Scha­den für die In­ves­to­ren schon vor Jah­ren hätte auf­de­cken müs­sen. Zu­dem sieht sich EY den Vor­wür­fen aus­ge­setzt ak­tiv das Ge­schäfts­mo­dell mit­ge­stal­tet, zu­min­dest je­doch in vol­ler Kennt­nis ge­deckt zu haben.

Schlie­ßen Sie sich hier der Klä­ger­ge­mein­schaft ge­gen die Ab­schluss­prü­fer Ernst & Young an und ma­chen Sie Ihre ver­lo­rene In­ves­ti­tion in die Wire­card AG als Scha­dens­er­satz geltend.

Was ist unsere Empfehlung an Sie? Welche Entscheidungen sind jetzt zu treffen?

Sie ha­ben vier Verhaltensoptionen:

  • Nichts tun. Den Wirecard-​Schaden ab­schrei­ben und vergessen.
  • Zu­war­ten, was die Zu­kunft bringt. Die ma­te­ri­ell­recht­li­che Ver­jäh­rungs­frist be­trägt 3 Jahre; sie läuft also erst im Jahre 2023 ab. Von da­her scheint ein Zu­war­ten ver­tret­bar, je nach­dem wie Sie die wei­tere Ent­wick­lung im Hause EY einschätzen.
  • Sich für das KapMuG-​Verfahren re­gis­trie­ren las­sen. Je­der An­le­ger der der­zeit von der Kla­ge­er­he­bung ab­sieht und da­mit bis nach Ab­schluss des Mus­ter­ver­fah­rens war­ten möchte, sollte zu­min­dest seine An­sprü­che ver­jäh­rungs­hem­mend im Mus­ter­ver­fah­ren an­mel­den. Re­gis­trie­ren Sie sich hier.
  • So­fern nicht be­reits ge­sche­hen sich noch jetzt für eine Klage ent­schei­den. Wenn Sie dies tun, ste­hen wir Ih­nen gerne zur Ver­fü­gung.

Warum wir?

Wir ha­ben viel Er­fah­rung mit Groß­ver­fah­ren. In den Im­mo­bi­li­en­fonds der Bank­ge­sell­schaft Ber­lin („LBB-​Fonds“ und „IBV-​Fonds“) ha­ben wir ca. 8.000 An­le­ger ver­tre­ten. Nach­dem wir die ers­ten Ver­fah­ren zu­guns­ten un­se­rer Man­dan­ten ent­schei­den konn­ten, hat das Land Ber­lin alle An­le­ger zu sehr gu­ten Kon­di­tio­nen ab­ge­fun­den. Wir ha­ben da­mit die Ziele un­se­rer Man­dan­ten voll­stän­dig erreicht.

In den Me­di­en­fonds, die von Toch­ter­ge­sell­schaf­ten der deut­schen Lan­des­ban­ken auf­ge­legt wur­den, ha­ben wir ca. 4.500 An­le­ger ver­tre­ten. Auch dort ha­ben die Lan­des­ban­ken die An­le­ger zu sehr gu­ten Kon­di­tio­nen ab­ge­fun­den, nach­dem wir die ers­ten Ver­fah­ren zu­guns­ten un­se­rer Man­dan­ten ent­schei­den konn­ten. Auch dort ha­ben wir die Ziele un­se­rer Man­dan­ten ver­wirk­li­chen können.

Zahl­rei­che wei­tere Ver­fah­ren aus dem Schiffsfonds-, Lebensversicherungs- und An­lei­he­be­reich las­sen sich an­füh­ren, die hier nicht nä­her ver­tieft wer­den müs­sen. Kurz zu­sam­men­ge­fasst: Un­ser Team be­steht aus kampf­erprob­ten Frauen und Män­ner, die „keine Furcht vor Kö­nigs­thro­nen“ ha­ben und auch in Sa­chen Wirecard/​EY mit vol­ler Ent­schlos­sen­heit an der Ar­beit sind.

Auf­grund un­se­rer Er­fah­rung und Ex­per­tise sind un­sere An­wälte zu­dem im­mer wie­der als Ex­per­ten in den Me­dien und auf Ver­an­stal­tun­gen ge­fragt. So re­fe­rierte Herr Dr. Schirp zum Bei­spiel bei ei­ner Ver­an­stal­tung zum Thema: „Wie ver­än­dert der Skan­dal Wire­card das Sys­tem der Wirt­schafts­prü­fung?“. Die ak­tu­elle Be­richt­erstat­tung zu un­se­rer Kanz­lei im Zu­sam­men­hang mit dem Wirecard-​Skandal fin­den Sie hier

Mel­den Sie sich gern bei uns, so­fern Sie ein Kla­ge­in­ter­esse hegen.

Warum klagen wir jetzt bereits gegen EY?

Nachfolgend beantworten wir die dringendsten Fragen:

Wirecard NEU

Kann ich wei­ter­hin Klage ge­gen EY einreichen?

Ja, das ist auch trotz des ein­ge­lei­te­ten KapMuG-​Verfahrens mög­lich und sinn­voll, da sonst ein er­heb­li­cher Zeit­ver­lust droht.

Was ge­schieht mit mei­ner Klage, wenn das Mus­ter­ver­fah­ren nach Kap­MuG er­öff­net wird?

Ihr Kla­ge­ver­fah­ren wird wäh­rend des lau­fen­den Mus­ter­ver­fah­rens aus­ge­setzt und Sie sind als Par­tei am Mus­ter­ver­fah­ren be­tei­ligt. Nach rechts­kräf­ti­ger Be­en­di­gung wird das Kla­ge­ver­fah­ren wie­der auf­ge­nom­men und wei­ter­ge­führt. Da­bei hat der Mus­ter­ent­scheid Bindungswirkung.

Ich möchte ge­gen EY kla­gen. Wel­che Un­ter­la­gen muss ich einreichen?

Bitte über­sen­den Sie uns sämt­li­che An­kaufs­ab­rech­nun­gen für Ihre Aktien/​Derivate/​Anleihen. Soll­ten Sie zwi­schen­zeit­lich Wert­pa­piere ver­kauft ha­ben, be­nö­ti­gen wir die je­wei­lige Ver­kaufs­ab­rech­nung. Zu­dem be­nö­ti­gen wir die un­ter­zeich­ne­ten Man­dats­un­ter­la­gen (Man­dats­ver­trag mit Ver­gü­tungs­ver­ein­ba­rung, Pro­zess­voll­macht, Wi­der­rufs­be­leh­rung). Diese Un­ter­la­gen ste­hen hier zum Down­load zur Verfügung.

Wel­che In­ves­ti­tio­nen kann ich in der Klage gel­tend machen?

Alle Ak­tien, De­ri­vate und An­lei­hen, die zwi­schen dem 01.01.2010 und dem 22.06.2020 ge­kauft wurden.

Gibt es ei­nen Pro­zess­fi­nan­zie­rer für die Klage ge­gen EY?

Wir sind in aus­sichts­rei­chen Ge­sprä­chen mit ei­nem angel-​sächsischen, re­nom­mier­ten Pro­zess­fi­nan­zie­rer und hof­fen, in den kom­men­den Wo­chen all je­nen An­le­gern, die die er­for­der­li­chen Kos­ten nicht selbst tra­gen kön­nen, ein Fi­nan­zie­rungs­an­ge­bot ma­chen zu kön­nen. Re­gis­trie­ren Sie sich dazu in je­den Fall schon jetzt kos­ten­frei bei uns HIER.

Was kos­tet eine Klage ge­gen EY?

Das Pro­zess­kos­ten­ri­siko im Un­ter­lie­gens­falle setzt sich aus den ei­ge­nen An­walts­kos­ten, den geg­ne­ri­schen An­walts­kos­ten und den Ge­richts­kos­ten zu­sam­men. Die Kos­ten rich­ten sich da­bei nach dem Rechts­an­walts­ver­gü­tungs­ge­setz und Ih­rem in­di­vi­du­el­len Scha­den. Spre­chen Sie uns un­ver­bind­lich an, da­mit wir Ih­nen Ihr Pro­zess­kos­ten­ri­siko mit­tei­len können.

So­fern Sie zum Zeit­punkt der In­ves­ti­tion be­reits rechts­schutz­ver­si­chert wa­ren und die Ver­si­che­rung auch Strei­tig­kei­ten im Be­reich des Ka­pi­tal­markts um­fasst, stel­len wir für Sie kos­ten­frei eine Deckungsanfrage.

Warum wird ge­gen EY vor­ge­gan­gen und nicht ge­gen Wire­card selbst?

Die Wire­card AG hat am 25. Juni 2020 An­trag auf In­sol­venz ge­stellt – sie fällt so­mit als sol­ven­ter An­spruchs­geg­ner für die er­folg­rei­che Durch­set­zung et­wai­ger Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen der An­le­ger aus.

Auf wel­cher recht­li­chen Grund­lage kann Scha­dens­er­satz von EY ge­for­dert werden?

Un­sere Klage ge­gen EY ba­siert im We­sent­li­chen auf dem Um­stand feh­len­der Sal­den­be­stä­ti­gun­gen und der Er­tei­lung ei­nes schuld­haft fal­schen Be­stä­ti­gungs­ver­mer­kes für den Kon­zern­ab­schluss der Wire­card AG. EY haf­tet da­her den An­le­gern we­gen vor­sätz­li­cher sit­ten­wid­ri­ger Schä­di­gung nach § 826 BGB und nach den Grund­sät­zen des Ver­trags mit Schutz­wir­kun­gen zu­guns­ten Drit­ter nach § 311 Abs. 3 BGB.

Wie schät­zen Sie die Er­folgs­aus­sich­ten der Kla­gen ge­gen EY ein?

Wir hal­ten die Er­folgs­aus­sich­ten un­se­rer Kla­gen ge­gen EY für gut.

Die Ab­ge­ord­ne­ten des Un­ter­su­chungs­aus­schus­ses mach­ten klar, dass sie ein­stim­mig der An­sicht sind, dass EY bei der Tes­tie­rung der Jah­res­ab­schlüsse von Wire­card auf Vor­lage von Sal­den­be­stä­ti­gun­gen der kon­to­füh­ren­den Ban­ken hätte be­stehen müs­sen. Die­ser An­sicht folg­ten nicht nur die Ab­schluss­prü­fer der Auf­sichts­stelle (APAS) beim Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­rium, son­dern auch die Bun­des­re­gie­rung (in ei­ner An­frage ei­nes Mit­glieds des Un­ter­su­chungs­aus­schus­ses) so­wie das In­sti­tut der Wirt­schafts­prü­fer (IDW).

Zu­dem stüt­zen wei­tere Ver­säum­nisse von EY un­sere Klage – hierzu ha­ben wir be­reits um­fang­rei­ches Ma­te­rial zu­sam­men­ge­tra­gen.

Wie hoch ist die Haf­tungs­summe von EY?

EY hat ge­gen­über ih­ren Auf­trag­neh­mern für ihre dor­tige je­wei­lige Tä­tig­keit die Haf­tung be­grenzt. Dies be­trifft je­doch nicht die Haf­tung im Au­ßen­ver­hält­nis, ist also für eine Scha­dens­er­satz­klage des An­le­gers we­gen der Er­tei­lung ei­nes schuld­haft fal­schen Be­stä­ti­gungs­ver­mer­kes für den Kon­zern­ab­schluss der Wire­card AG unerheblich.

Da wir von ei­nem vor­sätz­li­chem Han­deln aus­ge­hen, ist nicht da­mit zu rech­nen, dass die Ver­si­che­rung von EY für den ent­stan­den Scha­den auf­kom­men muss. Da je­doch EY al­lein in Deutsch­land im letz­ten Jahr über 2 Mil­li­ar­den Euro Um­satz er­zie­len konnte und zu­dem Teil der in­ter­na­tio­na­len Un­ter­neh­mens­gruppe EY-​Global ist, rech­nen wir da­mit, dass recht­lich be­stehende Scha­dens­er­satz­an­sprü­che auch wirt­schaft­lich durch­setz­bar sein werden.

Wie sieht die Pro­zess­stra­te­gie aus?

Auf­grund der Kosten-​Nutzen-​Abwägung bün­deln wir meh­rere Klä­ger zu je­weils ei­nem Kla­ge­ver­fah­ren und rei­chen für diese Sam­mel­klage im Wege der „sub­jek­ti­ven Kla­ge­häu­fung“ ein. Sub­jek­tive Kla­ge­häu­fung be­deu­tet, dass meh­rere Klä­ger, die das glei­che An­lie­gen ver­fol­gen, ge­mein­sam zu Ge­richt ge­hen kön­nen. Es han­delt sich also so­zu­sa­gen um Klä­ger­grup­pen. Die Vor­aus­set­zun­gen hier­für lie­gen bei EY vor. Weil die ge­richt­li­chen Kos­ten­re­ge­lun­gen de­gres­siv aus­ge­stal­tet sind, las­sen sich mit die­sem Vor­ge­hen Kos­ten­vor­teile er­zie­len. Wir bil­den da­her lau­fend sol­che Gruppen.

Für Rechts­schutz­ver­si­cherte emp­feh­len wir eine Einzelklage.

Un­sere ju­ris­ti­sche Grund­lage: BGH, Urt. v. 12.03.2020 – VII ZR 236/19. Der Bun­des­ge­richts­hof hat in die­ser Ent­schei­dung ge­klärt, dass ein Wirt­schafts­prü­fer dann ge­gen­über In­ves­to­ren haf­tet, wenn sein Tes­tat un­rich­tig ist und wenn er da­bei „nach­läs­sig“, „rück­sichts­los“ und „an­ge­sichts der Be­deu­tung für Dritte ge­wis­sen­los“ ge­han­delt hat. Wir sind der Auf­fas­sung, dass diese Vor­aus­set­zun­gen im Falle von Wire­card und EY er­füllt sind und dass wir dies nach­wei­sen kön­nen.

Ist es sinn­voll, sich bei der „Stich­t­ing Wire­card In­ves­tors Claim“-Stiftung der DSW zu registrieren?

Die DSW (Deut­sche Schutz­ver­ei­ni­gung für Wert­pa­pier­be­sitz e.V.) hat ge­mein­sam mit den auf Ka­pi­tal­markt­recht spe­zia­li­sier­ten Kanz­leien Nieding+Barth (Frank­furt am Main) und AKD Be­ne­lux La­wy­ers (Ams­ter­dam) die Stif­tung „Stich­t­ing Wire­card In­ves­tors Claim“ mit Sitz in Ams­ter­dam ge­grün­det, die Ent­schä­di­gun­gen für die Wirecard-​Anleger in­ner­halb der EU er­rei­chen soll. Das Ziel da­hin­ter: Ei­nen Ver­gleich nicht nur mit EY Deutsch­land, son­dern auch mit EY Glo­bal, zu erzielen. 

Nach nie­der­län­di­schem Recht kann man ne­ben dem be­trof­fe­nen Un­ter­neh­men di­rekt die Kon­zern­mut­ter in An­spruch neh­men, da­her ist hier ein Vor­ge­hen ge­gen EY Glo­bal mög­lich. Es klagt letzt­lich die nie­der­län­di­sche Stif­tung, alle an­de­ren tre­ten der Klage ähn­lich ei­ner Sam­mel­klage nach US-​Vorbild kos­ten­los bei. Die Be­weis­latte scheint in den Nie­der­lan­den nicht ganz so hoch zu hän­gen wie in Deutsch­land, so dass die Er­folgs­aus­sich­ten bes­ser und die Ver­fah­rens­dauer üb­li­cher­weise kür­zer zu sein scheint.

Al­ler­dings fehlt un­se­rer Mei­nung nach die An­spruchs­lage ge­gen EY Glo­bal. Die Frage, auf wel­cher recht­li­chen Grund­lage man An­sprü­che strei­tig durch­set­zen bleibt hier of­fen. Zu­dem ist im Be­zug auf EY Glo­bal keine Pflicht­ver­let­zung er­sicht­lich. Fer­ner ist schon frag­lich, ob Über­wa­chungs­pflicht bzw. Be­auf­sich­ti­gungs­pflicht durch Glo­bal be­stand (zu­min­dest nach deut­schem Recht).

Zu­dem kann man nicht da­von aus­ge­hen, dass EY seine „harte Li­nie“ – näm­li­che alle Ver­gleichs­zah­lun­gen bis­her strikt ab­zu­leh­nen – jetzt ver­las­sen sollte.

Wir hal­ten diese Op­tion also für we­nig sinn­voll und emp­feh­len wei­ter­hin, sich für eine Klage zu registrieren.

Kä­men nicht auch die Ba­Fin oder die DPR als ge­eig­nete An­spruchs­geg­ner für Scha­dens­er­satz­kla­gen infrage?

Ja. Al­ler­dings ist eine Klage ge­gen die Bun­des­an­stalt für Fi­nanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (Ba­fin) und/​oder die Deut­sche Prüf­stelle für Rech­nungs­le­gung (DPR) der recht­lich un­si­che­rere Weg als eine Klage ge­gen EY.

Eine Klage ge­gen BaFin/​DPR emp­fiehlt sich je­doch für alle Ge­schä­dig­ten, die aus wirt­schaft­li­chen oder per­sön­li­chen Grün­den nicht ge­gen EY vor­ge­hen möch­ten (z.B. weil die Rechts­schutz­ver­si­che­rung den Ein­tritt bei Ka­pi­tal­an­la­gen aus­schließt, zu­gleich aber eine Staats­haf­tung um­fasst, oder weil der Ge­schä­digte selbst Mit­ar­bei­ter von EY ist).

Zu be­ach­ten ist, dass es sich in je­dem Fall um die Ein­rei­chung zweier se­pa­ra­ter Kla­gen han­delt, da sie auf un­ter­schied­li­chen An­spruchs­grund­la­gen ba­sie­ren und der je­wei­lige Ge­richts­stand nicht iden­tisch ist.

Hat der Ver­kauf mei­ner Wert­pa­piere der Wire­card AG Aus­wir­kun­gen auf den Schadensersatzanspruch?

Über den Ver­kauf oder das Hal­ten der Aktien/​Anleihen/​Derivate der Wire­card AG kön­nen Sie frei ent­schei­den. Dies ist für die Klage un­er­heb­lich. Ein be­reits er­folg­ter oder jet­zi­ger Ver­kauf wirkt sich nicht aus, er­zielte Er­löse sind le­dig­lich bei der Höhe Ih­res Scha­dens zu be­rück­sich­ti­gen. Ent­schei­dend für den Scha­dens­er­satz­an­spruch ist, zu wel­chem Zeit­punkt ge­nau die Wert­pa­piere ge­hal­ten wur­den. Bitte ha­ben Sie Ver­ständ­nis, dass wir hierzu kei­ner­lei Emp­feh­lung ab­ge­ben können.

Wie be­rech­net sich mein Scha­den, bzw. der Streit­wert im Klageverfahren?

Ihr Scha­den ent­spricht dem Streit­wert im Kla­ge­ver­fah­ren und setzt sich aus dem An­kaufs­wert Ih­rer Wert­pa­piere in­klu­sive Er­werbs­kos­ten und et­waige ge­zahl­ter Pro­vi­sio­nen zu­sam­men. Scha­dens­min­dernd sind hier­von eine ge­ge­be­nen­falls er­hal­tene Di­vi­den­den­aus­zah­lung und, so­fern Sie die Wert­pa­piere ver­kauft ha­ben, der Net­to­er­lös aus dem Ver­kauf abzuziehen.

Wie be­mes­sen sich das an­walt­li­che Ho­no­rar und die Ge­richts­kos­ten im Fall ei­ner Klage?

Wir bie­ten pri­va­ten An­le­gern die Teil­nahme an ei­ner sog. Sam­mel­klage an. Bei die­ser wer­den meh­rere Klä­ger in ei­ner Klage zu­sam­men­ge­fasst. Hier­durch kann die Höhe der im Un­ter­lie­gens­fall zu tra­gen­den Kos­ten er­heb­lich ge­senkt wer­den. Das Pro­zess­kos­ten­ri­siko im Un­ter­lie­gens­falle setzt sich aus den ei­ge­nen An­walts­kos­ten, den geg­ne­ri­schen An­walts­kos­ten und den Ge­richts­kos­ten zu­sam­men. Die Kos­ten rich­ten sich da­bei nach dem Rechts­an­walts­ver­gü­tungs­ge­setz und Ih­rem in­di­vi­du­el­len Scha­den. Spre­chen Sie uns un­ver­bind­lich an, da­mit wir Ih­nen Ihr Pro­zess­kos­ten­ri­siko mit­tei­len können.

So­fern Sie zum Zeit­punkt der In­ves­ti­tion be­reits rechts­schutz­ver­si­chert wa­ren und die Ver­si­che­rung auch Strei­tig­kei­ten im Be­reich des Ka­pi­tal­markts um­fasst, stel­len wir für Sie kos­ten­frei eine Deckungsanfrage.

Das De­pot wird au­ßer­halb Deutsch­lands ge­führt bzw. ich bin kein deut­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger – kann ich mich trotz­dem an der Sam­mel­klage beteiligen?

Ja. Scha­dens­er­satz­an­sprü­che be­stehen un­ab­hän­gig vom Sitz der de­pot­füh­ren­den Bank bzw. der Staats­an­ge­hö­rig­keit des Wert­pa­pier­in­ha­bers und kön­nen in Deutsch­land gel­tend ge­macht werden.

Ist eine An­mel­dung zum KapMuG-​Verfahren mög­lich, wenn ich be­reits Klage er­ho­ben habe?

Nein! Wenn Sie be­reits Klage er­ho­ben ha­ben, ist eine KapMuG-​Anmeldung ausgeschlossen.

Ist es sinn­vol­ler sich zum KapMuG-​Verfahren an­zu­mel­den, oder jetzt be­reits Klage ge­gen EY zu erheben?

Sel­ber eine Klage zu er­he­ben ist auch trotz des Mus­ter­ver­fah­ren für je­den Ge­schä­dig­ten not­wen­dig, da das Ge­richt ex­pli­zit nicht prüft, ob ein An­le­ger ei­nen An­spruch hat, son­dern wie dar­ge­stellt, le­dig­lich be­stimmte all­ge­meine Aspekte, die je­des Ver­fah­ren be­tref­fen, prüft und fest­stellt. Alle die ohne ei­gene Kla­ge­er­he­bung die An­sprü­che zum Mus­ter­ver­fah­ren an­mel­den, kön­nen so den Lauf der Ver­jäh­rung hem­men. Doch die Er­he­bung ei­ner in­di­vi­du­el­len Klage ist den­noch nach Ab­schluss des Mus­ter­ver­fah­rens er­for­der­lich. Wer je­doch erst nach Ab­schluss des Mus­ter­ver­fah­rens Klage er­hebt ver­liert wert­volle Zeit. Da­her ra­ten wir dazu, be­reits jetzt Klage zu erheben.

Wie läuft ein KapMuG-​Verfahren ab?

Bei die­ser Art von Ver­fah­ren sol­len alle Kla­gen ge­gen EY auf Scha­dens­er­satz im Zu­sam­men­hang mit der Wirecard-​Insolvenz ge­bün­delt wer­den. Die Ein­lei­tung ei­nes KapMuG-​Verfahrens hat zur Folge, dass alle der­zeit ge­gen EY und Mar­kus Braun lau­fen­den Kla­gen zu­nächst wohl aus­ge­setzt wer­den. Nach­dem das Ge­richt die zen­tra­len Fra­gen, die alle An­le­ger glei­cher­ma­ßen be­tref­fen (wie z.B. die Frage, ob EY bil­li­gend fal­sche Bi­lan­zen in Kauf ge­nom­men hat), ge­klärt hat, er­folgt ein Mus­ter­ent­scheid. Die zu­nächst aus­ge­setz­ten Kla­gen wer­den dann wie­der fort­ge­führt. Die Fest­stel­lun­gen aus dem Mus­ter­ent­scheid sind zwar ver­bind­lich, für eine Ver­ur­tei­lung von EY wür­den diese je­doch noch nicht rei­chen. Würde das Ge­richt z.B. fest­stel­len, dass EY seine Sorg­falts­pflich­ten ver­letzt hat, dann müsste in den Ein­zel­pro­zes­sen noch zu wei­te­ren An­spruchs­vor­aus­set­zun­gen wie z.B. der Nach­weis der Scha­dens­höhe an­hand der Kauf­be­lege ent­schie­den werden.

Kann ich meine For­de­rung zum Kap­MuG anmelden?

Ja, aber nur, wenn Sie nicht be­reits Klage er­ho­ben ha­ben. Zur An­mel­dung Ih­rer For­de­run­gen zum Kap­MuG geht es hier.

Was soll im Kap­MuG ge­klärt werden?

Der Vor­la­ge­be­schluss, der das Mus­ter­ver­fah­ren ein­lei­tet, rich­tet sich nicht nur auf Fest­stel­lungs­ziele ge­gen­über EY son­dern auch ge­gen die Wire­card AG und de­ren Ver­ant­wort­li­che, u.a. auch ge­gen­über Mar­kus Braun. Kon­kret wird der Wire­card AG ein Ver­stoß ge­gen die Pu­bli­zi­täts­pflich­ten vor­ge­wor­fen, bei de­nen sich EY der Bei­hilfe schul­dig ge­macht ha­ben soll. Über fol­gende Sach­ver­halte soll das Mus­ter­ver­fah­ren entscheiden:

  • Un­rich­tig­keit der Ge­schäfts­be­richte der Wire­card AG
  • Der Wire­card AG war spä­tes­tens 2015 be­wusst, dass die Treu­hand­kon­ten nicht die ver­öf­fent­lich­ten Bank­gut­ha­ben aufwiesen
  • Mar­kus Braun hat als Vor­stands­mit­glied die Ver­mö­gens­ver­hält­nisse der Ge­sell­schaft un­rich­tig wie­der­ge­ge­ben oder verschleiert
  • Durch die Ver­öf­fent­li­chung fal­scher Ge­schäfts­be­richte ha­ben so­wohl die Wire­card AG als auch Mar­kus Braun sit­ten­wid­rig gehandelt
  • Scha­dens­er­satz­pflicht von EY, insb. Klä­rung des Vor­sat­zes im Hin­blick auf die Bei­hilfe zum Ver­stoß ge­gen die Pu­bli­zi­täts­pflich­ten der Wire­card AG
  • Der Kurs­dif­fe­renz­scha­den ist ohne kon­kre­ten Kau­sa­li­täts­nach­weis ersatzfähig
Gibt es ei­nen Pro­zess­fi­nan­zie­rer für die An­mel­dung zum KapMuG?

Wir sind in aus­sichts­rei­chen Ge­sprä­chen mit ei­nem angel-​sächsischen, re­nom­mier­ten Pro­zess­fi­nan­zie­rer und hof­fen, in den kom­men­den Wo­chen all je­nen An­le­gern, die die er­for­der­li­chen Kos­ten nicht selbst tra­gen kön­nen, ein Fi­nan­zie­rungs­an­ge­bot ma­chen zu kön­nen. Re­gis­trie­ren Sie sich dazu in je­den Fall schon jetzt kos­ten­frei bei uns HIER.

Was kos­tet die An­mel­dung zum KapMuG?

Die Kos­ten zur An­mel­dung zum Kap­MuG be­tra­gen von Ge­set­zes we­gen eine so­ge­nannte 0,8 An­walts­ge­bühr und eine 0,5 Ge­richts­ge­bühr. HIER fin­den Sie eine bei­spiel­hafte Be­rech­nung und wel­che Un­ter­la­gen wir dazu von Ih­nen benötigen.

Kann ich meh­rere An­wälte beauftragen?

Für das In­sol­venz­ver­fah­ren der Wire­card AG und die Klage ge­gen EY kön­nen zwei un­ter­schied­li­che Kanz­leien tä­tig sein. Auch für das In­sol­venz­ver­fah­ren und die KapMuG-​Anmeldung kön­nen zwei un­ter­schied­li­che Kanz­leien tä­tig sein. Eine KapMuG-​Anmeldung und eine Klage ge­gen EY schlie­ßen sich ge­gen­sei­tig aus.

Kann ich meine For­de­rung noch im In­sol­venz­ver­fah­ren der Wire­card AG anmelden?

Hier­für läuft vor­aus­sicht­lich noch eine Frist bis zum April 2022. Wir bie­ten Ih­nen an, diese An­spruchs­an­mel­dung für Sie zu über­neh­men. Hier­für fällt eine ge­setz­li­che Ge­bühr in Höhe ei­ner 0,5-fachen RVG-​Gebühr zzgl. Aus­la­gen und USt. an. Falls ge­wünscht, über­neh­men wir auch die De­ckungs­an­frage ge­gen­über Ih­rer Rechtsschutzversicherung.

Wei­tere In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier.

Ist es sinn­voll ne­ben der Kla­ge­er­he­bung ge­gen EY meine For­de­rung im In­sol­venz­ver­fah­ren anzumelden?

Es ist sinn­voll, diese Scha­dens­er­satz­an­sprü­che im In­sol­venz­ver­fah­ren an­zu­mel­den. Selbst wenn die In­sol­venz­quote nicht hoch aus­fal­len sollte, ein ge­wis­ser Ka­pi­tal­rück­fluss lässt sich hier hof­fent­lich doch er­zie­len. Die Scha­dens­er­satz­an­sprü­che sind ju­ris­tisch nicht ganz ein­fach zu be­grün­den. Da­her ist es emp­feh­lens­wert, die An­mel­dung im In­sol­venz­ver­fah­ren nicht selbst durch­zu­füh­ren, son­dern durch eine An­walts­kanz­lei vor­neh­men zu lassen.

Ist es sinn­voll ne­ben der An­mel­dung zum Mus­ter­ver­fah­ren nach Kap­MuG auch meine For­de­rung im In­sol­venz­ver­fah­ren anzumelden?

Es ist sinn­voll, diese Scha­dens­er­satz­an­sprü­che im In­sol­venz­ver­fah­ren an­zu­mel­den. Selbst wenn die In­sol­venz­quote nicht hoch aus­fal­len sollte, ein ge­wis­ser Ka­pi­tal­rück­fluss lässt sich hier hof­fent­lich doch erzielen.

Wer ist der Insolvenzverwalter?

In­sol­venz­ver­wal­ter ist Dr. Mi­chael Jaffé, den wir be­reits aus ei­ner an­de­ren Ver­fah­rens­gruppe (P&R Con­tai­ner) sehr gut kennen

Was kos­tet die For­de­rungs­an­mel­dung im Insolvenzverfahren?

Wir bie­ten Ih­nen an, die An­spruchs­an­mel­dung für Sie zu über­neh­men. Hier­für fällt eine ge­setz­li­che Ge­bühr in Höhe ei­ner 0,5-fachen RVG-​Gebühr zzgl. Aus­la­gen und USt. an. Falls ge­wünscht, über­neh­men wir auch die De­ckungs­an­frage ge­gen­über Ih­rer Rechtsschutzversicherung.

So erreichen Sie uns

Schirp & Part­ner Rechts­an­wälte mbB
Leip­zi­ger Platz 9
10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 – 327 617 0
Fax: +49 (0)30 – 327 617 17
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VENQO AG will An­le­gern “to­xi­sche” Be­tei­li­gun­gen ab­kau­fen Dem AAA wird na­hezu täg­lich be­stä­tigt, dass ins­be­son­dere An­le­ger, die be­reits mit ei­ner Ka­pi­tal­an­lage im sog. Grauen Ka­pi­tal­markt Schiff­bruch er­lit­ten ha­ben, Ge­fahr lau­fen, ein wei­te­res Mal über den Tisch ge­zo­gen zu wer­den. Cle­vere Be­trü­ger nut­zen aus, dass die Hoff­nung, ei­nen Teil des be­reits ver­lo­ren ge­glaub­ten Ka­pi­tals zu­rück­zu­er­hal­ten, die […]

Wirecard: Strafprozess gegen Markus Braun beginnt im Dezember

Pro­zess­be­ginn ge­gen Mar­kus Braun am 08.12.2022 Der Straf­pro­zess ge­gen den ehe­ma­li­gen Vor­stands­vor­sit­zen­den des in­sol­ven­ten Zah­lungs­dienst­leis­ters Wire­card, Mar­kus Braun, be­ginnt am 08.12.2022 vor der 4. Gro­ßen Straf­kam­mer des Land­ge­richts Mün­chen. An­ge­setzt sind 100 Ver­hand­lungs­tage bis ins Jahr 2024. Der Pro­zess wird im Sit­zungs­saal der Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt München-​Stadelheim statt­fin­den. Mit an­ge­klagt sind ne­ben Mar­kus Braun zu­dem der ehemalige […]

Hilfe für Fondsanleger kann auch schaden — Was Fondsanleger tun können, um sich vor unseriöser Beratung zu schützen

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Dringender Aufklärungsbedarf bei den MAP Fonds von Illya Steiner

AAA prüft die Be­tei­li­gungs­port­fo­lien der MAP Fonds von Ilya Stei­ner hin­sicht­lich ih­rer Wirt­schaft­lich­keit Es fing ganz harm­los an. Ei­nes un­se­rer Mit­glie­der hatte uns im Früh­jahr 2022 ge­be­ten, ein­mal den MAP An­spar Plan Fonds 3 der Un­ter­neh­mens­gruppe von Dr. Il­lya Stei­ner aus Ham­burg et­was nä­her an­zu­se­hen, weil er dort noch lau­fend Ein­zah­lun­gen leis­ten würde. Er würde jetzt […]

Enorme Wertberichtigungen bei ThomasLloyd

Tho­masLloyd CTI Hol­ding hat laut Jah­res­ab­schluss 2020 mehr als 100 Mil­lio­nen Euro ab­ge­schrie­ben. Die Tho­masLloyd Clean­tech In­fra­st­ruc­ture Hol­ding GmbH (TL CTI Hol­ding GmbH) ist die Ge­sell­schaft der Tho­masLloyd Group, über die die meis­ten In­ves­ti­tio­nen ge­tä­tigt wer­den sol­len. Die Tho­masLloyd Fonds ge­ben zu die­sem Zweck das An­le­ger­ka­pi­tal an diese Ge­sell­schaft wei­ter. Der Jah­res­ab­schluss 2020 hätte bis […]

Versäumnisurteil gegen zwei Unternehmen der Steiner-Gruppe

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