WIRECARD-​Skandal: Forderungsanmeldung im Insolvenzverfahren der Wirecard AG sowie Klage gegen Wirtschaftsprüfer Ernst & Young

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Wirecard AG

Die Vorwürfe gegenüber der Wirecard AG

Es kam nicht wirk­lich über­ra­schend: Seit Jah­ren wird der Wire­card AG vor­ge­wor­fen, nicht trans­pa­rent zu be­rich­ten. Spä­tes­tens seit den Vor­wür­fen der Fi­nan­cial Times von 2019 kam die Wire­card AG nicht mehr zur Ruhe. Die de­tail­lier­ten Vor­würfe zu Kreis­lauf­zah­lun­gen, Bi­lanz­ma­ni­pu­la­tion und Un­re­gel­mä­ßig­kei­ten in Mil­li­ar­den­um­fang konn­ten auch mit der von der Wire­card be­auf­trag­ten Son­der­prü­fung durch die KPMG Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaft nicht aus­ge­räumt wer­den. Aus­gangs­punkt der Un­ter­su­chung von KPMG war die an­geb­li­che Er­hö­hung des Um­sat­zes durch fik­tive Kun­den­be­zie­hun­gen, ins­be­son­dere im Dritt-​Acquiring mit ei­nem Third-​Party-​Acquiring-​Partner, Ver­öf­fent­li­chun­gen im In­ter­net und Vor­würfe zu Buch­hal­tungs­the­men in Singapur.

Das Ergebnis der KPMG-Sonderprüfung

Das KPMG-​Gutachten wurde Ende April 2020 ver­öf­fent­licht. Aber an­statt der er­hoff­ten Ent­las­tung legte KPMG in ih­rem Be­richt um­fang­rei­che Ver­säum­nisse bei Wire­card of­fen. Die Wire­card Ak­tie brach um ca. 40 % ein. KPMG wur­den Un­ter­la­gen teil­weise ver­spä­tet oder gar nicht vor­ge­legt. Ins­be­son­dere wur­den keine Sal­den­be­stä­ti­gun­gen für Bank­gut­ha­ben der so ge­nann­ten Es­crow Ac­counts vor­ge­legt. Es stand (und steht) im Raum, dass die Bi­lan­zie­rung die­ser Bank­gut­ha­ben un­rich­tig war.

Die Blase Wirecard ist geplatzt

In der Ad-​hoc-​Mitteilung vom 18. Juni 2020 hat Wire­card be­kannt ge­ge­ben, dass für die Ernst & Young GmbH Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaft (EY) als Ab­schluss­prü­fer 1,9 Mil­li­ar­den Euro, die auf Treu­hand­kon­ten den Wirecard-​Kunden als Si­cher­heit die­nen soll­ten, nicht auf­find­bar seien. Ein Tes­tat für den Jah­res­ab­schluss 2019 wurde von EY so­dann nicht mehr er­teilt. Wire­card hat Straf­an­trag ge­gen Un­be­kannt ge­stellt und stellt sich sel­ber als “Op­fer gi­gan­ti­schen Aus­ma­ßes” dar.

In ei­ner wei­te­ren Ad-​hoc-​Mitteilung vom 25. Juni 2020 teilte die Wire­card AG mit, dass beim Amts­ge­richt Mün­chen ein An­trag auf Er­öff­nung ei­nes In­sol­venz­ver­fah­ren ge­stellt wurde.

Der CEO Mar­kus Braun trat zu­nächst zu­rück und be­fin­det sich in­zwi­schen in Un­ter­su­chungs­haft. COO Jan Mar­sa­lek, im Vor­stand so­wohl für das Asien- als auch für das Dritt­part­ner­ge­schäft zu­stän­dig, wurde erst frei­ge­stellt und dann ab­be­ru­fen. Er be­fin­det sich seit Juni 2020 auf der Flucht und wird mit ei­nem in­ter­na­tio­na­len Haft­be­fehl ge­sucht. In­sol­venz­ver­wal­ter ist Dr. Mi­chael Jaffé, den wir be­reits aus ei­ner an­de­ren Ver­fah­rens­gruppe (P&R Con­tai­ner) sehr gut kennen.

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nach­dem die Ernst & Young GmbH (EY) lange glaubte, sich aus dem Wirecard-​Zusammenbruch her­aus­hal­ten zu kön­nen, be­ginnt ihre Ver­tei­di­gungs­stra­te­gie nun zu bre­chen. Un­sere Pro­gnose: Al­les kann viel schnel­ler ab­lau­fen, als wir zu An­fang der Krise dachten.

Die Ernst & Young GmbH Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaft mit Sitz in Stutt­gart und jähr­li­chem Um­satz von 2 Mrd. Euro ist Teil des glo­ba­len EY-​Netzwerkes mit 284.000 Mit­ar­bei­tern und ei­nem Ge­samt­um­satz von 36 Mrd. USD/​Jahr. Da­mit ge­hört EY zu den „Big Four“-Wirtschaftsprüfungsfirmen.

Sie be­stä­tigte Wire­card die Exis­tenz von Treu­hand­kon­ten – mit ei­nem Ge­samt­be­stand von ca. 2 Mrd. Euro –, die tat­säch­lich gar nicht exis­tier­ten. Da­bei ver­stieß EY ge­gen die ein­schlä­gi­gen Prüf­stan­dards des In­sti­tuts der Wirt­schafts­prü­fer. Vor al­lem ge­gen die Re­gel, dass man bei (an­geb­li­chen) ex­ter­nen Bank­be­stän­den Bank­be­stä­ti­gun­gen an­for­dern muss (IdW-​Prüfstandard 302). Das ist hier nicht ge­sche­hen. Die Exis­tenz der Kon­ten wurde trotz­dem testiert.

In der Ver­neh­mung der füh­ren­den EY-​Wirtschaftsprüfer mach­ten die Ab­ge­ord­ne­ten des Un­ter­su­chungs­aus­schus­ses klar, dass sie ein­stim­mig der An­sicht sind, dass EY bei der Tes­tie­rung der Jah­res­ab­schlüsse von Wire­card auf Vor­lage von Sal­den­be­stä­ti­gun­gen der kon­to­füh­ren­den Ban­ken hätte be­stehen müs­sen. Die­ser An­sicht folg­ten nicht nur die Ab­schluss­prü­fer der Auf­sichts­stelle (APAS) beim Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­rium, son­dern auch die Bun­des­re­gie­rung (in ei­ner An­frage ei­nes Mit­glieds des Un­ter­su­chungs­aus­schus­ses) so­wie das In­sti­tut der Wirt­schafts­prü­fer (IDW).

Am 19.03.2021 tauch­ten im Un­ter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­ta­ges Do­ku­mente auf, die na­he­le­gen, dass EY selbst die Idee der Treu­hand­kon­ten ent­wi­ckelte. Ziel da­bei war, zu ver­de­cken, dass die (an­geb­li­chen) Ge­schäfte von Wire­card mit sog. „third party acquiring“-Unternehmen nicht exis­tier­ten. Da es sich da­bei in gro­ßen Tei­len um Luft­bu­chun­gen han­delte, wur­den die (an­geb­li­chen) For­de­run­gen von Wire­card aus die­sen Ge­schäf­ten nie be­zahlt. Man hätte also in der Bi­lanz Jahr für Jahr rie­sige For­de­run­gen aus­wei­sen müs­sen, die nie­mals be­zahlt wur­den. Ir­gend­wann wä­ren Fra­gen auf­ge­kom­men, wo­durch man die Täu­schung nicht end­los hätte wei­ter­füh­ren kön­nen. Die „Lö­sung“, die mit Hilfe von EY aus­ge­heckt wurde: Mit Hilfe der Treu­hand­kon­ten konnte der Ein­druck er­weckt wer­den, dass das Geld längst ein­ge­gan­gen war. Wenn sich diese Hin­weise er­här­ten, han­delt es sich um eine ak­tive Mit­tä­ter­schaft der EY-​Verantwortlichen bei den Be­trü­ge­reien von Wirecard.

Dies suchte EY zu ver­de­cken. Der letzte Vor­sit­zende des Auf­sichts­rats der Wire­card AG (Herr Ei­chel­mann) be­zeugte im Aus­schuss, dass Ver­tre­ter von EY im Juni 2020 im Bei­sein sei­ner Rechts­an­wäl­tin von der Wire­card AG for­derte, man solle die noch lau­fende KPMG-​Sonderuntersuchung so­fort ein­stel­len, an­dern­falls würde EY den Jah­res­ab­schluss 2019 nicht testieren.

Ein wei­te­rer Vor­wurf ge­gen EY be­steht darin, dass eine an­stö­ßige Un­ter­neh­mens­über­nahme in In­dien nicht über­prüft wurde, selbst als kon­krete Hin­weise ei­nes in­ter­nen Whist­leb­lo­wers ein­gin­gen, wurde die­sen nicht kon­se­quent nach­ge­gan­gen. Eine ei­gene fo­ren­si­sche Un­ter­su­chung („Pro­jekt Ring“) wurde grund­los und ohne Er­geb­nisse abgebrochen.

Aus­sa­gen im Un­ter­su­chungs­aus­schuss le­gen den Ver­dacht nahe, dass EY kurz vor und nach Ab­bruch der fo­ren­si­schen Un­ter­su­chung zwei Zu­satz­auf­träge im Vo­lu­men von je­weils 400.000 Euro von Wire­card er­hal­ten hat. Wenn sich diese Vor­würfe er­här­ten, kann die Ver­mu­tung ei­ner Be­stechung schwer von der Hand ge­wie­sen werden.

Für zen­tral hal­ten wir die Aus­sage, die KPMG-​Partner Alex­an­der Ge­schon­neck vor dem Par­la­men­ta­ri­schen Un­ter­su­chungs­aus­schuss ge­macht hat:

„Es war bei An­wen­dung üb­li­cher Wirtschaftsprüfer-​Standards nicht ver­tret­bar, die Exis­tenz die­ser Treu­hand­kon­ten zu tes­tie­ren. … Wir ha­ben mit Me­tho­den ge­ar­bei­tet, mit de­nen je­der Ab­schluss­prü­fer sonst auch ar­bei­tet. Bei An­wen­dung die­ser üb­li­chen Me­tho­den konn­ten keine aus­rei­chen­den Nach­weise für die Treu­hand­kon­ten ge­fun­den wer­den, die zu­letzt mit 1,9 Mil­li­ar­den Euro in der WIRECARD-​Bilanz standen.“

Ähn­lich dra­ma­tisch ist die Aus­sage von Ja­mes Freis, letz­ter CEO bei Wire­card, im „Han­dels­blatt“ vom 22. Januar:

„Nach ei­ner Stunde war mir klar, dass es Be­trug war.“

Au­ßer­dem lie­gen uns eine Viel­zahl von Aus­sa­gen und Hin­wei­sen jah­re­lan­ger Wirt­schafts­prü­fer der „Big-Four“-Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vor. Diese Mit­ar­bei­ter ha­ben für uns das Ver­tei­di­gungs­vor­brin­gen von EY be­ur­teilt. Re­ak­tion: Un­gläu­bi­ges Kopf­schüt­teln. Nach dem, was EY im Pro­zess vor­tra­gen lässt, hät­ten sie we­der die ein­schlä­gi­gen IdW-​Prüfstandards noch die Vor­ga­ben aus dem ei­ge­nen „Au­dit Per­for­mance Hand­book“ ein­ge­hal­ten, noch die üb­li­che ei­gene Prüf-​Software benutzt.

Nachfolgend beantworten wir die dringendsten Fragen:

Wirecard EY

Wel­che An­le­ger kön­nen Scha­dens­er­satz­an­sprü­che ge­gen EY gel­tend machen?

Alle vom Wirecard-​Skandal be­trof­fe­nen An­le­ger, die in Ak­tien der Wire­card AG nebst de­ren De­ri­va­ten (z.B. Op­ti­ons­scheine w/​o Knock-​out-​Schwelle, Zer­ti­fi­kate, Dif­fe­renz­kon­trakte) und/​oder von der Wire­card AG be­ge­bene An­leihe in­ves­tiert haben.

Da­bei ist zu be­ach­ten, dass sie die Wirecard-​Aktien zwi­schen dem 1.1.2010 bis ein­schließ­lich 17.6.2020 Mit­ter­nacht ge­kauft ha­ben müs­sen. Ent­schei­dend ist hier­bei der Zeit­punkt des er­teil­ten Auf­trags, auch wenn die Bu­chung im De­pot zeit­lich erst spä­ter erfolgte.

Soll­ten sie erst nach der durch die Wire­card AG am 18. Juni ge­gen 11 Uhr ver­öf­fent­lich­ten Pres­se­er­klä­rung zur Ver­wei­ge­rung der Testat­er­stel­lung durch EY ihre Ak­tien er­wor­ben ha­ben, hängt es von ih­rem je­wei­li­gen per­sön­li­chen und glaub­haft zu ma­chen­den Kennt­nis­stand ab, ob sie sich er­folg­reich an ei­ner Klage ge­gen EY be­tei­li­gen können.

Warum wird ge­gen EY vor­ge­gan­gen, und nicht ge­gen Wire­card selbst?

Die Wire­card AG hat am 25. Juni 2020 An­trag auf In­sol­venz ge­stellt – sie fällt so­mit als sol­ven­ter An­spruchs­geg­ner für die er­folg­rei­che Durch­set­zung et­wai­ger Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen der An­le­ger aus.

Nach der­zei­ti­ger Lage scheint uns eine Klage ge­gen EY am viel­ver­spre­chends­ten. Wir sind über­zeugt da­von, so gute Ar­gu­mente und Be­lege zu ha­ben, dass wir auch die Ge­richte über­zeu­gen können.

Auf wel­cher recht­li­chen Grund­lage kann Scha­dens­er­satz von EY ge­for­dert werden?

Un­sere Klage ge­gen EY ba­siert im We­sent­li­chen auf dem Um­stand feh­len­der Sal­den­be­stä­ti­gun­gen und der Er­tei­lung ei­nes schuld­haft fal­schen Be­stä­ti­gungs­ver­mer­kes für den Kon­zern­ab­schluss der Wire­card AG. EY haf­tet da­her den An­le­gern we­gen vor­sätz­li­cher sit­ten­wid­ri­ger Schä­di­gung nach § 826 BGB und nach den Grund­sät­zen des Ver­trags mit Schutz­wir­kun­gen zu­guns­ten Drit­ter nach § 311 Abs. 3 BGB.

Wie schät­zen sie die Er­folgs­aus­sich­ten der Kla­gen ge­gen EY ein?

Wir hal­ten die Er­folgs­aus­sich­ten un­se­rer Kla­gen ge­gen EY für gut.

Die Ab­ge­ord­ne­ten des Un­ter­su­chungs­aus­schus­ses mach­ten klar, dass sie ein­stim­mig der An­sicht sind, dass EY bei der Tes­tie­rung der Jah­res­ab­schlüsse von Wire­card auf Vor­lage von Sal­den­be­stä­ti­gun­gen der kon­to­füh­ren­den Ban­ken hätte be­stehen müs­sen. Die­ser An­sicht folg­ten nicht nur die Ab­schluss­prü­fer der Auf­sichts­stelle (APAS) beim Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­rium, son­dern auch die Bun­des­re­gie­rung (in ei­ner An­frage ei­nes Mit­glieds des Un­ter­su­chungs­aus­schus­ses) so­wie das In­sti­tut der Wirt­schafts­prü­fer (IDW).

Zu­dem stüt­zen wei­tere Ver­säum­nisse von EY un­sere Klage – hierzu ha­ben wir be­reits um­fang­rei­ches Ma­te­rial zusammengetragen.

Wie hoch ist die Haf­tungs­summe von EY?

EY hat ge­gen­über ih­ren Auf­trag­neh­mern für ihre dor­tige je­wei­lige Tä­tig­keit die Haf­tung be­grenzt. Dies be­trifft je­doch nicht die Haf­tung im Au­ßen­ver­hält­nis, ist also für eine Scha­dens­er­satz­klage des An­le­gers we­gen der Er­tei­lung ei­nes schuld­haft fal­schen Be­stä­ti­gungs­ver­mer­kes für den Kon­zern­ab­schluss der Wire­card AG unerheblich.

Da wir von ei­nem vor­sätz­li­chem Han­deln aus­ge­hen, ist nicht da­mit zu rech­nen, dass die Ver­si­che­rung von EY für den ent­stan­den Scha­den auf­kom­men muss. Da je­doch EY al­lein in Deutsch­land im letz­ten Jahr über 2 Mil­li­ar­den Euro Um­satz er­zie­len konnte und zu­dem Teil der in­ter­na­tio­na­len Un­ter­neh­mens­gruppe EY-​Global ist, rech­nen wir da­mit, dass recht­lich be­stehende Scha­dens­er­satz­an­sprü­che auch wirt­schaft­lich durch­setz­bar sein werden.

Wie sieht die Pro­zess­stra­te­gie aus?

Auf­grund der Kosten-​Nutzen-​Abwägung bün­deln wir meh­rere Klä­ger zu je­weils ei­nem Kla­ge­ver­fah­ren und rei­chen für diese Sam­mel­klage im Wege der „sub­jek­ti­ven Kla­ge­häu­fung“ ein. Sub­jek­tive Kla­ge­häu­fung be­deu­tet, dass meh­rere Klä­ger, die das glei­che An­lie­gen ver­fol­gen, ge­mein­sam zu Ge­richt ge­hen kön­nen. Es han­delt sich also so­zu­sa­gen um Klä­ger­grup­pen. Die Vor­aus­set­zun­gen hier­für lie­gen bei EY vor. Weil die ge­richt­li­chen Kos­ten­re­ge­lun­gen de­gres­siv aus­ge­stal­tet sind, las­sen sich mit die­sem Vor­ge­hen Kos­ten­vor­teile er­zie­len. Wir bil­den da­her lau­fend sol­che Gruppen.

Für Rechts­schutz­ver­si­cherte emp­feh­len wir eine Einzelklage.

Un­sere ju­ris­ti­sche Grund­lage: BGH, Urt. v. 12.03.2020 – VII ZR 236/19. Der Bun­des­ge­richts­hof hat in die­ser Ent­schei­dung ge­klärt, dass ein Wirt­schafts­prü­fer dann ge­gen­über In­ves­to­ren haf­tet, wenn sein Tes­tat un­rich­tig ist und wenn er da­bei „nach­läs­sig“, „rück­sichts­los“ und „an­ge­sichts der Be­deu­tung für Dritte ge­wis­sen­los“ ge­han­delt hat. Wir sind der Auf­fas­sung, dass diese Vor­aus­set­zun­gen im Falle von Wire­card und EY er­füllt sind und dass wir dies nach­wei­sen kön­nen.

Kä­men nicht auch die Ba­Fin oder die DPR als ge­eig­nete An­spruchs­ge­ge­ner für Scha­dens­er­satz­kla­gen infrage?

Ja. Al­ler­dings ist eine Klage ge­gen die Bun­des­an­stalt für Fi­nanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (Ba­fin) und/​oder die Deut­sche Prüf­stelle für Rech­nungs­le­gung (DPR) der recht­lich un­si­che­rere Weg als eine Klage ge­gen EY.

Eine Klage ge­gen BaFin/​DPR emp­fiehlt sich je­doch für alle Ge­schä­dig­ten, die aus wirt­schaft­li­chen oder per­sön­li­chen Grün­den nicht ge­gen EY vor­ge­hen möch­ten (z.B. weil die Rechts­schutz­ver­si­che­rung den Ein­tritt bei Ka­pi­tal­an­la­gen aus­schließt, zu­gleich aber eine Staats­haf­tung um­fasst, oder weil der Ge­schä­digte selbst Mit­ar­bei­ter von EY ist).

Zu be­ach­ten ist, dass es sich in je­dem Fall um die Ein­rei­chung zweier se­pa­ra­ter Kla­gen han­delt, da sie auf un­ter­schied­li­chen An­spruchs­grund­la­gen ba­sie­ren und der je­wei­lige Ge­richts­stand nicht iden­tisch ist.

Warum kein KapMuG-Verfahren?

Wir ha­ben be­reits von An­fang an ein Ver­fah­ren nach Kap­MuG im Zu­sam­men­hang mit dem Wirecard-​Skandal als die fal­sche Stra­te­gie an­ge­se­hen. An­fang Juni 2021 hat das Land­ge­richt Mün­chen I nun in zwei Ver­fah­ren die Er­öff­nung ei­nes KapMuG-​Verfahrens für un­zu­läs­sig er­klärt. Hin­ter­grund ist, dass es sich bei ei­nem (feh­ler­haft) er­teil­ten Be­stä­ti­gungs­ver­merk nach An­sicht des Ge­richts nicht um eine Ka­pi­tal­markt­in­for­ma­tion nach § 1 Abs. 2 S. 1 Kap­MuG han­delt. Da­mit be­stä­tigte das Ge­richt un­sere An­sicht und Prozessstrategie.

Hat der Ver­kauf mei­ner Wert­pa­piere der Wire­card AG Aus­wir­kun­gen auf den Schadensersatzanspruch?

Über den Ver­kauf oder das Hal­ten der Aktien/​Anleihen/​Derivate der Wire­card AG kön­nen Sie frei ent­schei­den. Dies ist für die Klage un­er­heb­lich. Ein be­reits er­folg­ter oder jet­zi­ger Ver­kauf wirkt sich nicht aus, er­zielte Er­löse sind le­dig­lich bei der Höhe Ih­res Scha­dens zu be­rück­sich­ti­gen. Ent­schei­dend für den Scha­dens­er­satz­an­spruch ist, zu wel­chem Zeit­punkt ge­nau die Wert­pa­piere ge­hal­ten wur­den. Bitte ha­ben Sie Ver­ständ­nis, dass wir hierzu kei­ner­lei Emp­feh­lung ab­ge­ben können.

Wie be­rech­net sich mein Scha­den, bzw. der Streit­wert im Klageverfahren?

Ihr Scha­den ent­spricht dem Streit­wert im Kla­ge­ver­fah­ren und setzt sich aus dem An­kaufs­wert Ih­rer Wert­pa­piere in­klu­sive Er­werbs­kos­ten und et­waige ge­zahl­ter Pro­vi­sio­nen zu­sam­men. Scha­dens­min­dernd sind hier­von eine ge­ge­be­nen­falls er­hal­tene Di­vi­den­den­aus­zah­lung und, so­fern Sie die Wert­pa­piere ver­kauft ha­ben, der Net­to­er­lös aus dem Ver­kauf abzuziehen.

Wie be­mes­sen sich das an­walt­li­che Ho­no­rar und die Ge­richts­kos­ten im Fall ei­ner Klage?

Wir wer­den pri­va­ten An­le­gern die Teil­nahme an ei­ner sog. Sam­mel­klage an­bie­ten. Bei die­ser wer­den meh­rere Klä­ger in ei­ner Klage zu­sam­men­ge­fasst. Hier­durch kann die Höhe der im Un­ter­lie­gens­fall zu tra­gen­den Kos­ten er­heb­lich ge­senkt wer­den. Das Pro­zess­kos­ten­ri­siko im Un­ter­lie­gens­falle setzt sich aus den ei­ge­nen An­walts­kos­ten, den geg­ne­ri­schen An­walts­kos­ten und den Ge­richts­kos­ten zu­sam­men. Die Kos­ten rich­ten sich da­bei nach dem Rechts­an­walts­ver­gü­tungs­ge­setz und Ih­rem in­di­vi­du­el­len Scha­den. Spre­chen Sie uns un­ver­bind­lich an, da­mit wir Ih­nen Ihr Pro­zess­kos­ten­ri­siko mit­tei­len können.

So­fern Sie zum Zeit­punkt der In­ves­ti­tion be­reits rechts­schutz­ver­si­chert wa­ren und die Ver­si­che­rung auch Strei­tig­kei­ten im Be­reich des Ka­pi­tal­markts um­fasst, stel­len wir für Sie kos­ten­frei eine Deckungsanfrage.

Das De­pot wird au­ßer­halb Deutsch­lands ge­führt bzw. ich bin kein deut­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger – kann ich mich trotz­dem an der Sam­mel­klage beteiligen?

Ja. Scha­dens­er­satz­an­sprü­che be­stehen un­ab­hän­gig vom Sitz der de­pot­füh­ren­den Bank bzw. der Staats­an­ge­hö­rig­keit des Wert­pa­pier­in­ha­bers und kön­nen in Deutsch­land gel­tend ge­macht werden.

Ich klage be­reits ge­gen die Wire­card AG und werde von ei­ner an­de­ren Kanz­lei ver­tre­ten – kann ich mich trotz­dem bzw. zu­sätz­lich an der Sam­mel­klage ge­gen EY beteiligen?

Ja, das ist mög­lich. Al­ler­dings soll­ten sie be­rück­sich­ti­gen, dass da­bei ggf. dop­pelte Ge­büh­ren an­fal­len. Im Fall des Ob­sie­gens wird der Scha­den je­doch prin­zi­pi­ell nur ein­mal ersetzt.

Ich möchte ge­gen EY kla­gen. Wel­che Un­ter­la­gen muss ich einreichen?

Bitte über­sen­den Sie uns sämt­li­che An­kaufs­ab­rech­nun­gen für Ihre Aktien/​Derivate/​Anleihen. Soll­ten Sie zwi­schen­zeit­lich Wert­pa­piere ver­kauft ha­ben, be­nö­ti­gen wir die je­wei­lige Ver­kaufs­ab­rech­nung. Zu­dem be­nö­ti­gen wir die un­ter­zeich­ne­ten Man­dats­un­ter­la­gen (Man­dats­ver­trag mit Ver­gü­tungs­ver­ein­ba­rung, Pro­zess­voll­macht, Wi­der­rufs­be­leh­rung). Diese Un­ter­la­gen ste­hen hier zum Down­load zur Verfügung.

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Wie ist der ak­tu­elle Stand zum Thema Prozessfinanzierung?

Das Pro­zess­fi­nan­zie­rungs­thema ge­stal­tet sich schwie­ri­ger, als noch im Juni/​Juli 2020 an­ge­nom­men ha­ben. Wir ha­ben eine Reihe von Ein­zel­fäl­len bei ei­nem klei­nen deut­schen Pro­zess­fi­nan­zie­rer un­ter­brin­gen kön­nen. Die­ser nimmt je­doch nur Ein­zel­kla­gen ab ei­nem Streit­wert von EUR 250.000 Streit­wert an.

Auf­grund des gro­ßen In­ter­es­ses an ei­ner Pro­zess­fi­nan­zie­rung für die kla­ge­wei­sen Gel­tend­ma­chung der An­sprü­che ha­ben wir eine Viel­zahl von Ge­sprä­chen mit al­len gro­ßen, eta­blier­ten Pro­zess­fi­nan­zie­rern ge­führt. Nach ei­nem an­fäng­lich star­ken Fi­nan­zie­rungs­in­ter­esse hat uns bis­her je­doch kein Ein­zi­ger von den Gro­ßen ein kon­kre­tes, rechts­ver­bind­li­ches Fi­nan­zie­rungs­an­ge­bot vor­ge­legt. So­weit wir hö­ren, geht das nicht nur uns so, son­dern al­len in die­sem Be­reich tä­ti­gen An­walts­kanz­leien und An­le­ger­ver­bän­den. Das liegt vor al­lem daran, dass die Pro­zess­fi­nan­zie­rer schein­bar aus ge­schäfts­po­li­ti­schen Grün­den sich nicht mit EY an­le­gen möch­ten. Der Hin­ter­grund scheint zu sein, dass die meis­ten Pro­zess­fi­nan­zie­rer auch noch an­dere Ge­schäfte fi­nan­zie­ren, zum Bei­spiel Un­ter­neh­mens­über­nah­men und -fu­sio­nen und dort häu­fig auf EY tref­fen. Wir neh­men an, dass sie diese Kon­takte für die Zu­kunft nicht be­schä­di­gen wol­len. Da­ge­gen lässt sich al­ler­dings kaum et­was tun.

Da es ins­ge­samt sehr un­wahr­schein­lich ist, dass wir (oder Dritte) Ih­nen in ab­seh­ba­rer Zeit eine se­riöse Pro­zess­fi­nan­zie­rung für ein Kla­ge­ver­fah­ren an­bie­ten kön­nen, zei­gen wir Ih­nen gerne auf, wie Sie Ih­ren Scha­den kom­pen­sie­ren und ohne Pro­zess­fi­nan­zie­rung wei­ter vor­ge­hen können.

Die Wire­card AG ist in­sol­vent, was kön­nen An­le­ger tun?

Die In­ves­to­ren der WIRE­CARD AG (Aktien/​Derivate) sind zwar grund­sätz­lich keine Gläu­bi­ger im In­sol­venz­ver­fah­ren ih­rer ei­ge­nen AG. Aber: Den In­ves­to­ren ste­hen auf­grund der lang­jäh­ri­gen Bi­lanz­ma­ni­pu­la­tion, die dem Vor­stand und dem Auf­sichts­rat der WIRE­CARD AG vor­ge­wor­fen wird, Scha­dens­er­satz­an­sprü­che ge­gen die WIRE­CARD AG zu. Und mit die­sen Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen sind die In­ves­to­ren Gläu­bi­ger im Ver­fah­ren der WIRE­CARD AG.

Es ist sinn­voll, diese Scha­dens­er­satz­an­sprü­che im In­sol­venz­ver­fah­ren an­zu­mel­den. Selbst wenn die In­sol­venz­quote nicht hoch aus­fal­len sollte, ein ge­wis­ser Ka­pi­tal­rück­fluss lässt sich hier hof­fent­lich doch er­zie­len. Die Scha­dens­er­satz­an­sprü­che sind ju­ris­tisch nicht ganz ein­fach zu be­grün­den. Da­her ist es emp­feh­lens­wert, die An­mel­dung im In­sol­venz­ver­fah­ren nicht selbst durch­zu­füh­ren, son­dern durch eine An­walts­kanz­lei vor­neh­men zu las­sen. Hier­für läuft eine Frist bis zum 26. Ok­to­ber 2020. Wir bie­ten Ih­nen an, diese An­spruchs­an­mel­dung für Sie zu über­neh­men. Hier­für fällt eine ge­setz­li­che Ge­bühr in Höhe ei­ner 0,5-fachen RVG-​Gebühr zzgl. Aus­la­gen und USt. an. Falls ge­wünscht, über­neh­men wir auch die De­ckungs­an­frage ge­gen­über Ih­rer Rechtsschutzversicherung.

EYs Verteidigungslinie

EY ver­weist auf (an­geb­lich) ent­las­tende Do­ku­mente, die aber we­der dem Ge­richt noch uns vor­ge­legt wer­den. Hier­ge­gen be­an­tra­gen wir selbst­ver­ständ­lich rich­ter­li­che Vor­la­ge­wei­sung (§ 423 ZPO), wo­durch sich eine Vor­la­ge­pflicht der Ur­kun­den ergibt.

EY be­ruft sich dar­auf, nur eine „nor­male“ Jah­res­ab­schluss­prü­fung durch­ge­führt zu ha­ben, nicht aber eine fo­ren­si­sche Un­ter­su­chung, bei der man die Wirecard-​Täuschungen hätte auf­de­cken kön­nen. Da­bei wer­den auch bei der „nor­ma­len“ Jah­res­ab­schluss­prü­fung Me­tho­den und Software-​Instrumente ein­ge­setzt, die die Täu­schung hät­ten auf­flie­gen las­sen. Wir ha­ben dazu eine Viel­zahl von Ein­zel­nach­wei­sen für das Ge­richt brin­gen können.

EY be­ruft sich dar­auf, die Hin­ter­zim­mer­de­als mit Jan Mar­sa­lek und an­de­ren Be­tei­lig­ten hätte man nicht auf­de­cken kön­nen. Da Wire­card diese Deals schon von Ge­set­zes we­gen auf­lis­ten musste (§ 90 Abs. 3 Ab­ga­ben­ord­nung), hätte EY jene Auf­lis­tung nach IdW-​Prüfstandard 255 prü­fen müssen.

EY be­ruft sich dar­auf, man hätte Wire­card ver­trauen dür­fen. Hier­bei wird au­ßen vor ge­las­sen, dass je­der Prü­fer dem zu prü­fen­den Un­ter­neh­men mit an­ge­mes­se­ner Vor­sicht und Di­stanz be­geg­nen muss („Pro­fes­sio­nal Skep­ti­cism“). Die Auf­for­de­rung zu ge­sun­der pro­fes­sio­nel­ler Vor­sicht spielt auch im ei­ge­nen „Au­dit Per­for­mance Hand­book“ von EY, das uns vor­liegt, eine große Rolle. Bei Wire­card wurde diese pro­fes­sio­nelle Vor­sicht nicht eingehalten.

EY be­ruft sich dar­auf, we­sent­li­che Ge­schäfts­vor­fälle seien nicht in der WIRE­CARD AG ab­ge­wi­ckelt wor­den, son­dern in Toch­ter­ge­sell­schaf­ten, un­ter an­de­rem in Ir­land und Du­bai. Des­halb habe EY diese Ge­schäfts­vor­fälle nicht prü­fen kön­nen. Da­bei müs­sen re­le­vante Ge­schäfts­vor­fälle bei Toch­ter­ge­sell­schaf­ten von Rechts we­gen ge­prüft wer­den und wur­den tat­säch­lich ge­prüft („Full Scope Re­por­ting“).

Be­son­ders frag­wür­dig prä­sen­tiert sich das Ve­tei­di­gungs­vor­brin­gen EYs, dass es sich bei den Treu­hand­kon­ten von Wire­card um ei­nen nor­ma­len und ge­schäfts­üb­li­chen Vor­fall ge­han­delt habe. Diese Be­haup­tung ist evi­dent falsch: Kein Un­ter­neh­men der Welt lässt an­geb­lich end­gül­tig ver­dien­tes ei­ge­nes Geld in der Grö­ßen­ord­nung von 2 Mrd. EURO un­ver­zinst bei Drit­ten ste­hen. Auch be­haup­tet EY selbst, in den Jah­ren 2015 – 2018 ku­mu­lierte Zah­lungs­ein­gänge bei Wire­card in Höhe von EUR 203,3 Mio. ge­se­hen zu ha­ben. Wenn das wahr sein soll, hätte umso dring­li­cher ge­prüft wer­den müs­sen, wor­auf diese Zah­lungs­ein­gänge be­ruh­ten, warum sie ge­rade in die­ser Höhe an­fie­len und warum der an­geb­lich 10 Mal so große wei­tere Be­trag auf den Treu­hand­kon­ten nicht aus­ge­zahlt wurde.

EY be­ruft sich wei­ter dar­auf, bei Wire­card habe ein funk­tio­nie­ren­des sog. „In­ter­nes Kon­troll­sys­tem“ (IKS) be­stan­den, dem EY hätte ver­trauen dür­fen. Un­sere Re­ak­tion dar­auf: Die­ses Ver­tei­di­gungs­vor­brin­gen von EY ent­spricht nicht der Wahr­heit. Tat­säch­lich be­stand ein funk­tio­nie­ren­des IKS bei Wire­card nicht, es kann von EY auch nicht de­tail­liert ge­schil­dert wer­den. Der ein­schlä­gige IdW-​Prüfstandard 340 wurde sei­tens EY nicht ein­ge­hal­ten, die haus­ei­gene Prüf­ma­trix nicht ge­nutzt. Die Ver­tei­di­gungs­li­nie von EY ist nicht haltbar.

Was ist unsere Empfehlung an Sie? Welche Entscheidungen sind jetzt zu treffen?

Sie ha­ben vier Verhaltensoptionen:

    • Nichts tun. Den Wirecard-​Schaden ab­schrei­ben und vergessen.
    • Zu­war­ten, was die Zu­kunft bringt. Die ma­te­ri­ell­recht­li­che Ver­jäh­rungs­frist be­trägt 3 Jahre; sie läuft also erst im Jahre 2023 ab. Von da­her scheint ein Zu­war­ten ver­tret­bar, je nach­dem wie Sie die wei­tere Ent­wick­lung im Hause EY einschätzen.
    • Sich für ein KapMuG-​Verfahren re­gis­trie­ren las­sen. Dies ist grund­sätz­lich mög­lich, al­ler­dings stel­len Sie bei Ih­rer Ent­schei­dung die dar­ge­stellte Dauer sol­cher Ver­fah­ren in Rech­nung. In den nächs­ten 10 Jah­ren wird wohl so nichts zu Ih­ren Guns­ten passieren.
    • So­fern nicht be­reits ge­sche­hen sich noch in die­sem Som­mer für eine Klage ent­schei­den. Wenn Sie dies tun, ste­hen wir Ih­nen gerne zur Ver­fü­gung.

      Warum wir?

      Wir ha­ben viel Er­fah­rung mit Groß­ver­fah­ren. In den Im­mo­bi­li­en­fonds der Bank­ge­sell­schaft Ber­lin („LBB-​Fonds“ und „IBV-​Fonds“) ha­ben wir ca. 8.000 An­le­ger ver­tre­ten. Nach­dem wir die ers­ten Ver­fah­ren zu­guns­ten un­se­rer Man­dan­ten ent­schei­den konn­ten, hat das Land Ber­lin alle An­le­ger zu sehr gu­ten Kon­di­tio­nen ab­ge­fun­den. Wir ha­ben da­mit die Ziele un­se­rer Man­dan­ten voll­stän­dig erreicht.

      In den Me­di­en­fonds, die von Toch­ter­ge­sell­schaf­ten der deut­schen Lan­des­ban­ken auf­ge­legt wur­den, ha­ben wir ca. 4.500 An­le­ger ver­tre­ten. Auch dort ha­ben die Lan­des­ban­ken die An­le­ger zu sehr gu­ten Kon­di­tio­nen ab­ge­fun­den, nach­dem wir die ers­ten Ver­fah­ren zu­guns­ten un­se­rer Man­dan­ten ent­schei­den konn­ten. Auch dort ha­ben wir die Ziele un­se­rer Man­dan­ten ver­wirk­li­chen können.

      Zahl­rei­che wei­tere Ver­fah­ren aus dem Schiffsfonds-, Lebensversicherungs- und An­lei­he­be­reich las­sen sich an­füh­ren, die hier nicht nä­her ver­tieft wer­den müs­sen. Kurz zu­sam­men­ge­fasst: Un­ser Team be­steht aus kampf­erprob­ten Frauen und Män­ner, die „keine Furcht vor Kö­nigs­thro­nen“ ha­ben und auch in Sa­chen Wirecard/​EY mit vol­ler Ent­schlos­sen­heit an der Ar­beit sind.

      Mel­den Sie sich gern bei uns, so­fern Sie ein Kla­ge­in­ter­esse hegen.

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      Erste Sammelklage gegen UDI GmbH

      Zahl­rei­che UDI-​Gesellschaften muss­ten An­trag auf Er­öff­nung ei­nes In­sol­venz­ver­fah­rens stel­len. Nun lei­ten wir erste Schritte ein.

      Kanzlei Schirp & Partner als eine der besten Kanzleien Deutschlands ausgezeichnet

      Im Rah­men ei­ner un­ab­hän­gi­gen Ana­lyse der Zeit­schrift Ca­pi­tal wurde die Kanz­lei Schirp & Part­ner als eine der bes­ten An­walts­kanz­leien für Pri­vat­man­dan­ten aus­ge­zeich­net. Dies ist das Er­geb­nis ei­ner Be­fra­gung von knapp 4000 Rechts­an­wäl­ten durch die Zeit­schrift Ca­pi­tal und das Markt­for­schungs­in­sti­tut Sta­tista. Die Aus­zeich­nung er­hielt die Kanz­lei in der Ka­te­go­rie Banken- und Ka­pi­tal­markt­recht. Die Kanz­lei Schirp & Part­ner vertritt […]

      Weiter aufpassen bei POC !

      Am 2. Juli hat­ten wir an die­ser Stelle aus­führ­lich über die ak­tu­ell lau­fende Be­schluss­fas­sung be­rich­tet. Au­ßer­dem ha­ben wir al­len uns be­kann­ten An­le­gern per­sön­lich emp­foh­len, die Be­schlüsse ab­zu­leh­nen. Ob aus die­sem Grund oder aus an­de­ren Grün­den: Ed­mund Kock­artz und Klaus Christo­cho­witz ha­ben bei al­len Fonds (wie es aus­sieht nur nicht beim POC 1) die Be­schluss­fris­ten verlängert […]

      Ex-​Verfassungsrichter Kirchhof hält Negativzins für verfassungswidrig.

      Die Börsen-​Zeitung be­rich­tet am 05.07.2021, dass die Kri­tik an der ul­tra­lo­cke­ren EZB-​Geldpolitik in Deutsch­land im­mer lau­ter wird. Der Ex-​Verfassungsrichter Paul Kirch­hof hält den Ne­ga­tiv­zins gar für ver­fas­sungs­wid­rig und spricht in die­sem Zu­sam­men­hang von ei­ner „schlei­chen­den Ent­eig­nung“. Er sagt: „Die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank be­treibt mit ih­rer ho­heit­lich ge­stütz­ten Markt­macht eine Null­zins­po­li­tik, die den Zins als Er­trags­quelle versiegen […]

      Mandantenfang bei den POC-Fonds

      Die An­le­ger der POC-​Fonds (Proven-​Oil-​Canada-​Fonds) er­hal­ten im­mer mal wie­der Post von Rechts­an­wäl­ten, die mit ver­schie­de­nen Ar­gu­men­ten im­mer noch für die Ein­rei­chung von Pro­spekt­haf­tungs­kla­gen wer­ben. Weil wir von un­se­ren Mit­glie­dern je­weils ge­be­ten wer­den, hierzu Stel­lung zu neh­men, tun wir das hier­mit ein­mal grund­sätz­lich. Bei den POC-​Fonds kom­men als An­spruchs­geg­ner die Grün­dungs­ge­sell­schaf­ter und die Pro­spek­t­her­aus­ge­be­rin in Frage. […]

      Update im Fall Wirecard / Ernst&Young; Einladung für follow-up-Webinare am 08. und 20. Juli

      In die­sem Ar­ti­kel be­rich­ten wir über den ak­tu­el­len Sach­stand im Fall Wire­card / Ernst&Young. Das Wich­tigste vorab: Neue Be­weis­mit­tel hel­fen uns Be­richt des Par­la­men­ta­ri­schen Un­ter­su­chungs­aus­schus­ses „Con­cur­rence Me­mo­ran­dum“ Wambach-​Bericht In­terne Un­ter­la­gen von WIRE­CARD und EY wei­tere ei­gene Un­ter­su­chun­gen Neue Ein­schät­zun­gen zum „Mas­ter­plan“ bei EY: Es wäre ein Feh­ler, auf Mus­ter­ver­fah­ren zu war­ten. Die De­vise lau­tet „An­griff jetzt“! Bislang […]

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