Kapitalanlagerecht

Wir sind Ihre Ansprechpartner bei allen rechtlichen Fragen zu Kapitalanlagen.

Be­reits seit 1994 ha­ben wir uns auf die recht­li­che Be­ra­tung von Ka­pi­tal­an­le­gern spe­zia­li­siert und ver­zeich­nen durch­ge­hend große Er­folge. Wir be­ra­ten An­le­ger kom­pe­tent, er­fah­ren und auf Au­gen­höhe, um ihre An­sprü­che ziel­ge­rich­tet durch­zu­set­zen. Wir be­ra­ten so­wohl Pri­vat­an­le­ger als auch in­sti­tu­tio­nelle In­ves­to­ren. Da­bei se­hen wir uns in der Ver­ant­wor­tung, an der Eta­blie­rung ei­nes sau­be­ren und trans­pa­ren­ten Ka­pi­tal­markts zu arbeiten.

Wir übernehmen für Sie folgende Leistungen:

  • In­ten­sive Prü­fung von Ka­pi­tal­an­la­ge­pro­duk­ten (ge­schlos­sene Fonds, An­lei­hen, Ge­nuss­rechte, Wert­pa­piere, Le­bens­ver­si­che­run­gen etc.)
  • Durch­set­zung von Zah­lungs­an­sprü­chen auf­grund von Kün­di­gung, Wi­der­ruf, Pro­spekt­haf­tung und feh­ler­haf­ter Anlageberatung
  • An­mel­dung von An­sprü­chen im Insolvenzverfahren
  • Tä­tig­keit als ge­mein­sa­mer Ver­tre­ter für Anleihe-​und Genussrechteinhaber
  • Mit­glied­schaft in Gläubigerausschüssen
  • Be­ra­tung bzgl. steu­er­recht­li­cher Be­son­der­hei­ten im Zu­sam­men­hang mit der Kapitalanlage
  • Be­ra­tung von se­riö­sen In­itia­to­ren bei der Er­stel­lung, Iden­ti­fi­zie­rung und dem Ver­kauf gu­ter Anlageprodukte

Musterverfahren

Ak­tio­näre und Ka­pi­tal­an­le­ger, die durch fal­sche oder man­gel­hafte In­for­ma­tio­nen oder durch feh­ler­hafte Pro­spekte ge­schä­digt wur­den, ha­ben die Mög­lich­keit, im Rah­men ei­nes Mus­ter­ver­fah­rens ihre Rechte durch­zu­set­zen und Scha­dens­er­satz zu er­wir­ken. Dies wird im Ge­setz über Kapitalanleger-​Musterverfahren (Kap­MuG) ge­re­gelt, das seit 2005 in Kraft ist. Es ist auf alle Fälle an­wend­bar, in de­nen An­le­ger durch feh­ler­hafte, ir­re­füh­rende oder nicht be­reit­ge­stellte In­for­ma­tio­nen mit Ka­pi­tal­an­la­gen Schä­den er­lit­ten haben.

In Mus­ter­ver­fah­ren ent­schei­det das zu­stän­dige Ober­lan­des­ge­richt über Fra­gen von zen­tra­ler Be­deu­tung. Das Be­son­dere ist, dass die ei­gent­li­chen Pro­zess­ge­richte an diese Ent­schei­dun­gen ge­bun­den sind. Das hat ent­schei­dende Vorteile.

Un­ter den ers­ten zehn Mus­ter­ver­fah­ren, die nach dem 2005 in Kraft ge­tre­te­nen Kapitalanleger-​Musterverfahrensgesetz über­haupt an­hän­gig ge­macht wur­den, wa­ren sechs von Schirp & Part­ner ge­führte Ver­fah­ren. Dar­über hin­aus konnte der erste für die An­le­ger po­si­tiv aus­fal­lende Mus­ter­ent­scheid – be­stä­tigt durch den BGH – eben­falls von uns erstrit­ten werden.

Allgemein gültige Vorentscheidungen

Vor In­kraft­tre­ten des Kap­MuG sah das deut­sche Zi­vil­pro­zess­recht keine Mus­ter­ver­fah­ren vor. Auch bei Strei­tig­kei­ten mit zum Teil meh­re­ren Tau­send Be­trof­fe­nen musste jede Par­tei ihre An­sprü­che se­pa­rat gel­tend ma­chen. Ein­zige Er­leich­te­rung: Die Ge­richte konn­ten sol­che Ver­fah­ren zur ge­mein­sa­men Ent­schei­dung und Ver­hand­lung verbinden.

Seit 2005 pro­fi­tie­ren Ka­pi­tal­an­le­ger nun da­von, dass die Ober­lan­des­ge­richte zen­trale Fra­gen all­ge­mein gül­tig klä­ren kön­nen. Die re­sul­tie­ren­den Mus­ter­ent­schei­dun­gen sind für alle Be­tei­lig­ten bin­dend und gel­ten auch für Klä­ger, die am Mus­ter­ver­fah­ren gar nicht be­tei­ligt waren.

Wann sind Musterverfahren möglich?

Wei­ter­hin gilt: Je­der Ge­schä­digte muss, je nach Scha­dens­höhe und -art, selbst vor dem Amts- oder Land­ge­richt Klage er­he­ben. Erst da­nach ist es bei ge­eig­ne­ten Ver­fah­ren mög­lich, ei­nen so ge­nann­ten Mus­ter­fest­stel­lungs­an­trag zu stel­len, um zen­trale Fra­gen vom Ober­lan­des­ge­richt ent­schei­den zu las­sen. Da­mit ein Mus­ter­ver­fah­ren zu­läs­sig ist, müs­sen in­ner­halb ei­nes Zeit­raums von vier Mo­na­ten min­des­tens 10 Klä­ger ei­nen sol­chen Mus­ter­fest­stel­lungs­an­trag stel­len. Die Kos­ten für die­ses Ver­fah­ren tra­gen alle Klä­ger ge­mein­sam. Die ei­gent­li­chen Kla­ge­ver­fah­ren ru­hen, bis über das Mus­ter­ver­fah­ren ent­schie­den wurde.

Finanzielle Vorteile eines Musterverfahrens

Die Mög­lich­keit ei­nes Mus­ter­ver­fah­rens stellt eine be­deu­tende Ver­bes­se­rung der Chan­cen für An­le­ger­kla­gen dar. Da das Kos­ten­ri­siko auf alle Klä­ger ver­teilt und das Mus­ter­ver­fah­ren zen­tral ge­führt wird, ver­ein­facht sich die Er­brin­gung von Be­wei­sen für Ver­säum­nisse und Feh­ler der be­klag­ten Un­ter­neh­men. Da­mit sinkt die Wahr­schein­lich­keit, dass Scha­dens­er­satz­an­sprü­che schei­tern. Au­ßer­dem wird die Be­auf­tra­gung teu­rer Gut­ach­ten durch die ge­mein­same Fi­nan­zie­rung erleichtert.

News

Dr. Schirp in der ZDF-​Dokumentation „Wirecard – Game Over.“

Das ZDF hat Auf­stieg und Fall von Wire­card in ei­ner Do­ku­men­ta­tion zu­sam­men­ge­fasst. In ihr spricht auch Dr. Schirp von der Kanz­lei Schirp & Part­ner in Berlin.

MCE Fonds 09 – Rückforderung von Ausschüttungen

Die MCE-​Fonds, die in kur­zer Zeit viel Geld mit Schiffs­be­teil­gun­gen im Zweit­markt ver­die­nen woll­ten, sind seit ge­rau­mer Zeit in­sol­vent. Jetzt hat der In­sol­venz­ver­wal­ter Dr. Tim Gessner/​Görg Rechts­an­wälte die An­le­ger des MCE Fonds 09 auf­ge­for­dert, die oh­ne­hin schma­len Aus­schüt­tun­gen wie­der zu­rück­zu­zah­len. Die Zah­lungs­auf­for­de­rung lässt al­ler­dings we­der die Höhe der an­ge­mel­de­ten For­de­run­gen er­ken­nen noch die Gläu­bi­ger. Wir […]

Weihnachtsgeschenk für die Anleger des HCI Shipping Select XXV: OLG Hamburg stellt Prospektfehler fest

Die An­le­ger des schon seit Jah­ren in­sol­ven­ten HCI Ship­ping Select XXV, die ge­gen die Pro­spekt­ver­ant­wort­li­chen ge­richt­lich vor­ge­gan­gen sind, dür­fen sich über ein wei­te­res Weih­nachts­ge­schenk freuen. Am 23. De­zem­ber 2020 hat der 13. Se­nat des Han­sea­ti­schen Ober­lan­des­ge­richts im KapMuG-​Verfahren sei­nen Be­schluss ver­kün­det: Der Pro­spekt ist in ver­schie­de­nen Aspek­ten feh­ler­haft und be­grün­det in­so­fern Scha­dens­er­satz­an­sprü­che der An­le­ger, und […]

Maritim Invest lässt über Liquidation ihrer Zweitmarktschiffsfonds beschließen

Aus­weis­lich der Er­geb­nis­über­sicht 2014 (ver­öf­fent­licht im März 2016) hat Ma­ri­tim In­vest 19 Zweit­markt­schiffs­fonds mit rd. 465 Mio. Euro Ei­gen­ka­pi­tal plat­ziert. Rd. 11.000 An­le­ger ha­ben sich be­tei­ligt. Ak­tu­ell be­kom­men Tau­sende An­le­ger di­ver­ser Ma­ri­tim Invest-​Fonds, z. B. Ma­ri­tim In­vest IC 1, Ma­ri­tim In­vest III, Ma­ri­tim In­vest VI, Ma­ri­tim In­vest IX) Post von der Ma­ri­time Treu­hand und sollen […]

„Grauer Kapitalmarkt – Anlegerschutz durch Strafrecht?“

Der Ak­ti­ons­bund Ak­ti­ver An­le­ger­schutz e.V. konnte durch Teil­nahme an ei­nem For­schungs­pro­jekt der Hoch­schule des Bun­des für öf­fent­li­che Ver­wal­tung am Fach­be­reich Kri­mi­nal­po­li­zei beim Bun­des­kri­mi­nal­amt ei­nen ak­ti­ven Bei­trag zum An­le­ger­schutz auf dem grauen Ka­pi­tal­markt bei­tra­gen! Quelle: Aktionsbund

Anlegerschutzbrief 4/2020

Die ak­tu­elle Aus­gabe un­se­res An­le­ger­schutz­brie­fes wird un­se­ren Mit­glie­dern wunsch­ge­mäß per E-​Mail oder Post zu­ge­sandt und be­han­delt fol­gende The­men: • Vor­wort und Über­blick über die ak­tu­el­len Ent­wick­lun­gen • Lei­di­ges Thema: Rück­for­de­rung von Aus­schüt­tun­gen Was der BGH ak­tu­ell dazu sagt • Der Jah­res­über­blick im Die­sel­skan­dal – die wich­tigs­ten Ent­schei­dun­gen • Die mas­sen­weise Kün­di­gung er­trag­rei­cher Prä­mi­nen­spar­ver­träge und die Frage […]

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