„Grauer Kapitalmarkt. Anlegerschutz durch Strafrecht?“ – Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung veröffentlicht Abschlussbericht

„Grauer Ka­pi­tal­markt. An­le­ger­schutz durch Straf­recht?“ ist der Ab­schluss­be­richt ei­nes bei der Hoch­schule des Bun­des für öf­fent­li­che Ver­wal­tung am Fach­be­reich Kri­mi­nal­po­li­zei beim Bun­des­kri­mi­nal­amt durch­ge­führ­ten For­schungs­pro­jekts zu den ak­tu­el­len The­men „An­le­ger­schutz“ bzw. „An­la­ge­be­trug“ und „Ka­pi­tal­an­la­ge­be­trug“ auf dem „Grauen Ka­pi­tal­markt“, die seit ge­rau­mer Zeit im Fo­kus po­li­ti­scher und wis­sen­schaft­li­cher De­bat­ten ste­hen. Die Au­toren ge­hen der Frage nach, in­wie­weit der straf­recht­li­che An­le­ger­schutz rund 25 Jahre nach der Ein­füh­rung der spe­zi­el­len Straf­vor­schrift des § 264a StGB, mit dem ge­rade Be­trü­ge­reien auf dem „Grauen Ka­pi­tal­markt“ er­fasst wer­den soll­ten, in die­sem Markt­seg­ment funk­tio­niert. Ebenso wird un­ter­sucht, ob ne­ben öf­fent­lich recht­li­chen Re­gu­lie­run­gen das Straf­recht und mög­li­cher­weise auch das Zi­vil­recht ei­nen Bei­trag zu ei­nem ver­bes­ser­ten An­le­ger­schutz leis­ten könnten.

Sig­mund P. Mar­tin, Pro­jekt­lei­ter der Stu­die, ist Pro­fes­sor für Straf­recht und Straf­pro­zess­recht an der Hoch­schule des Bun­des für Öf­fent­li­che Ver­wal­tung (HSB), Fach­be­reich Kri­mi­nal­po­li­zei beim Bun­des­kri­mi­nal­amt (BKA) und konnte im Rah­men sei­ner vor­ran­ge­gan­ge­nen Tä­tig­keit für die Kanz­lei Schirp Neu­sel & Part­ner selbst Pra­xis­er­fah­run­gen in der Pro­ble­ma­tik des zi­vil­recht­li­chen An­le­ger­schut­zes sam­meln. Die em­pi­ri­sche Stu­die be­ruht schwer­punkt­mä­ßig auf der Aus­wer­tung sol­cher kon­kre­ten Er­fah­run­gen, die im Rah­men zweier Ex­per­ten­hea­rings zum Phä­no­men des „An­la­ge­be­tru­ges“ am „Grauen Ka­pi­tal­markt“ und des­sen straf­recht­li­cher Ver­fol­gung er­ho­ben wur­den. Die Teil­neh­mer die­ser Hea­rings wa­ren so­wohl Schwer­punkt­staats­an­walt­schaf­ten als auch An­le­ger­an­wälte und -ak­ti­vis­ten wie Dr. Wolf­gang Schirp von der Kanz­lei Schirp Neu­sel & Part­ner und Kers­tin Kon­dert vom ex­ter­ner Link Ak­ti­ons­bund Ak­ti­ver An­le­ger­schutz e.V. Wir sind stolz, dass un­sere Ex­per­ten in die­sem Zu­sam­men­hang ei­nen Bei­trag zu der wirtschafts-​kriminalistischen For­schung, ins­be­son­dere hin­sicht­lich der spe­zi­el­len Funk­tion des Zi­vil­rechts bei der Be­kämp­fung des An­la­ge­be­trugs, so z.B. durch die Ein­schät­zung der Er­folgs­chan­cen von de­lik­ti­schen An­sprü­chen, leis­ten konn­ten. Denn das er­klärte Ziel der Stu­die, an­hand der ge­won­ne­nen Er­kennt­nisse po­ten­ti­ell be­stehende ge­setz­li­che Re­ge­lungs­lü­cken auf­de­cken zu wol­len und da­durch zur Ver­bes­se­rung des Op­fer­schut­zes bei­zu­tra­gen, ist glei­cher­ma­ßen die Be­stre­bung so­wohl der Rechts­an­wälte Schirp Neu­sel & Part­ner als auch des Ak­ti­ons­bun­des Ak­ti­ver An­le­ger­schutz und sei­ner Mitglieder.

Mar­tin, Sig­mund P., Nina Sche­rer, Diana Hube und Gun­tram Scheer: Grauer Ka­pi­tal­markt. An­le­ger­schutz durch Straf­recht? Pe­ter Lang: Frank­furt am Main, Ber­lin, Bern, Bru­xel­les, New York, Ox­ford, Wien: 2016. ISBN 978-3-631-67109-2

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