Druck auf Adler Group wächst weiter

Nachdem KPMG bereits im April der angeschlagenen Adler Group das Testat für das vergangene Jahr verweigerte, stellte nun die Finanzaufsicht Bafin einen fehlerhaften Konzernabschluss für das Jahr 2019 bei der Tochter Adler Real Estate fest. Hintergrund ist ein bedeutendes Bauprojekt in Düsseldorf, das nach Ansicht der Bafin massiv falsch bewertet wurde.

Dabei handelt es sich um das Immobilienprojekt „Glasmacherviertel“ in Düsseldorf-Gerresheim, welches um mindestens 170 Millionen Euro bis höchstens 233 Millionen Euro zu hoch bewertet wurde. Die Adler Group hingegen behauptet, dass „die im Konzernabschluss mehrfach geprüfte und testierte Bewertung für ordnungsgemäß und korrekt“ halte und möchte Rechtsmittel einlegen.

Die SdK, mit der die Kanzlei Schirp und Partner eng zusammenarbeitet, will auf der Ende August bevorstehenden Hauptversammlung der Adler Real Estate eine Sonderprüfung der Tochterfirma beantragen. Da die Adler Group allerdings fast 97 Prozent der Adler Real Estate gehören, scheint ein Rechtsstreit wahrscheinlich.

Weitere Hiobsbotschaft für Anleger der Adler Group

Nun kommt für die Anleger eine weitere schlechte Nachricht hinzu. Wie das Handelsblatt berichtet, gab Branchenkonkurrent LEG Immobilien bekannt, dass der geplante Kauf der Mehrheit an der Adler-Tochter Brack Capital Properties gescheitert sei. Der Deal hätte der angeschlagenen Gruppe 768 Millionen eingebracht – Geld, das der in Milliardenhöhe verschuldete Baukonzern gut gebraucht hätte.

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