Corona-​Hilfen: Welche Möglichkeiten haben Geschädigte Gewerbetreibende?

Sie fra­gen sich, wie Sie sich als Selbst­stän­di­ger oder Ihr Un­ter­neh­men in der Corona-​Pandemie über Was­ser hal­ten kön­nen? Un­ser Corona-​Schwerpunkt bie­tet Ih­nen ei­nen Über­blick über Ihre recht­li­chen Mög­lich­kei­ten und staat­li­chen Hilfen. 

Auf den nach­fol­gen­den Sei­ten fin­den Sie alle wich­ti­gen Fra­gen und Ant­wor­ten zum Thema Ent­schä­di­gung für Ge­wer­be­trei­bende und das For­mu­lar, mit dem wir für Sie Ihre An­sprü­che an­mel­den kön­nen. Au­ßer­dem stellt sich das Team vor.

FAQs » Team » An­spruchs­grund­la­gen » For­mu­lar »

Überbrückungshilfe I, II & III

Um Un­ter­neh­men und Selbst­stän­di­gen in der Corona-​Pandemie fi­nan­zi­ell un­ter die Arme zu grei­fen, hat die Bun­des­re­gie­rung die so­ge­nannte Über­brü­ckungs­hilfe I ein­ge­führt. Hier­bei han­delt es sich um eine nicht zu­rück­zu­zah­lende För­de­rung, bei der an­tei­lig Fix­kos­ten über­nom­men wer­den, um Corona-​bedingte Um­satz­ein­brü­che abzufedern.

Die erste Phase der Über­brü­ckungs­hilfe um­fasste die Mo­nate Juni bis Au­gust 2020 und ist mitt­ler­weile aus­ge­lau­fen. Daran an­schlie­ßend wurde aber di­rekt die Über­brü­ckungs­hilfe II ein­ge­führt. Diese ist nun für den Zeit­raum von Sep­tem­ber bis De­zem­ber 2020 ver­füg­bar. Die Frist zur Be­an­tra­gung der Über­brü­ckungs­hilfe II wurde ver­län­gert und en­det am 31. März 2021.

Vor­aus­set­zung für ei­nen An­trag ist, dass der Um­satz im Ver­gleich zum Vor­jahr wie folgt ein­ge­bro­chen ist:

  • in zwei zu­sam­men­hän­gen­den Mo­na­ten zwi­schen April und Au­gust 2020 um min­des­tens 50 % oder
  • um min­des­tens 30 % im Durch­schnitt in den Mo­na­ten April bis Au­gust 2020

Die An­trag­stel­lung ist nur über ei­nen Rechts­an­walt, Steu­er­be­ra­ter oder Wirt­schafts­prü­fer mög­lich. Die Höhe der Über­brü­ckungs­hilfe rich­tet sich nach den be­trieb­li­chen Fix­kos­ten. Da­bei kön­nen Be­trof­fene ein Ma­xi­mum von 200.000 Euro – ma­xi­mal 50.000 pro Mo­nat – an För­de­rung erhalten.

Ab so­fort kann die Über­brü­ckungs­hilfe III be­an­tragt werden.

Wir stel­len den An­trag auf Über­brü­ckungs­hilfe für Sie. Bis zu 90 % der An­walts­ge­büh­ren wer­den da­bei vom Staat über­nom­men – üb­rig bleibt eine Selbst­be­tei­li­gung von ma­xi­mal 500,00 Euro (zzgl. MwSt), die Sie selbst tra­gen müssen.

Jetzt Über­brü­ckungs­hilfe II und oder III beantragen


Außerordentliche Wirtschaftshilfe – die sogenannte Novemberhilfe und Dezemberhilfe

Für den zwei­ten Lock­down, der am 2. No­vem­ber 2020 star­tete, bie­tet die Bun­des­re­gie­rung eine au­ßer­or­dent­li­che Wirt­schafts­hilfe – auch No­vem­ber­hilfe bzw. De­zem­ber­hilfe ge­nannt – an. Da­bei han­delt es sich um eine an­tei­lige Um­satz­er­stat­tung für die Zwangsschließungen.

Die No­vem­ber­hilfe kann von al­len Un­ter­neh­men und Selbst­stän­di­gen be­an­sprucht wer­den, die von der tem­po­rä­ren Schlie­ßung di­rekt oder in­di­rekt be­trof­fen sind. 75 % des durch­schnitt­li­chen Um­sat­zes aus dem No­vem­ber 2019 bzw De­zem­ber 2019 wer­den da­bei aus­ge­zahlt. Je­doch muss der An­trag auch hier von ei­nem Rechts­an­walt, Steu­er­be­ra­ter oder Wirt­schafts­prü­fer ge­stellt wer­den. An­trags­be­rech­tigt sind laut Bundeswirtschaftsministerium

  • Un­ter­neh­men, die di­rekt von den tem­po­rä­ren Schlie­ßun­gen ab No­vem­ber 2020 be­trof­fen sind und
  • Un­ter­neh­men, die nach­weis­lich und re­gel­mä­ßig 80 % ih­rer Um­sätze mit di­rekt be­trof­fe­nen Un­ter­neh­men er­zie­len und
  • Un­ter­neh­men und So­lo­selbst­stän­dige, die re­gel­mä­ßig min­des­tens 80 % ih­rer Um­sätze durch Lie­fe­run­gen und Leis­tun­gen im Auf­trag di­rekt be­trof­fe­ner Un­ter­neh­men erzielen.

Die Über­brü­ckungs­hilfe und die No­vem­ber­hilfe kön­nen par­al­lel be­an­tragt wer­den. Den An­trag für No­vem­ber­hilfe und oder An­trag auf De­zem­ber­hilfe stel­len wir eben­falls für Sie. 

Jetzt Kon­takt aufnehmen …


Entschädigung auch ohne Corona-Hilfen

Egal, ob Sie die oben be­schrie­be­nen Corona-​Hilfen in An­spruch neh­men oder nicht, gibt es für Sie viel­leicht noch zwei Mög­lich­kei­ten, sich für die Um­satz­aus­fälle ent­schä­di­gen zu lassen:

Betriebsschließungsversicherung

Al­len Un­ter­neh­mern und Selbst­stän­di­gen, die eine Be­triebs­schlie­ßungs­ver­si­che­rung ha­ben, bie­ten wir die Durch­set­zung ih­rer An­sprü­che ge­gen den Ver­si­che­rer an, falls die­ser sich wei­gern sollte, für den ent­stan­de­nen Scha­den ein­zu­ste­hen. Viele Ver­si­che­run­gen be­haup­ten, Covid-​19 sei nicht mit­ver­si­chert und leh­nen eine Zah­lung für die ent­gan­ge­nen Um­sätze wäh­rend der Corona-​Schließungen ab. In meh­re­ren Ge­richts­ver­fah­ren wur­den Ver­si­che­rer al­ler­dings zur Zah­lung ver­ur­teilt, da die Klau­seln in den Ver­trä­gen dazu un­klar waren.

Jetzt Geld von der Be­triebs­schlie­ßungs­ver­si­che­rung fordern!

Entschädigung vom Staat

Für Be­triebe im Be­reich Gas­tro­no­mie, Ho­tel­le­rie und Ver­an­stal­tung for­dern wir für die be­son­dere Be­las­tung und das ge­leis­tete Son­der­op­fer in der Corona-​Pandemie Ent­schä­di­gun­gen für die Umsatzeinbußen.

Keine Bran­chen wur­den här­ter von Schlie­ßun­gen und Ein­schrän­kun­gen ge­trof­fen – die Corona-​Hilfen der Re­gie­rung rei­chen hier ein­fach nicht aus, um den Scha­den zu be­gren­zen und das Über­le­ben der Un­ter­neh­men zu sichern.

Sie sind selbst­stän­dig in den oben ge­nann­ten Bran­chen? Dann schlie­ßen Sie sich un­se­rer Klä­ger­ge­mein­schaft an.

Jetzt Kon­takt aufnehmen …

So erreichen Sie uns

Schirp & Part­ner Rechts­an­wälte mbB
Leip­zi­ger Platz 9
10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 – 327 617 0
Fax: +49 (0)30 – 327 617 17
E-​Mail: mail@​schirp.​com

Beratungshinweis

Beachten Sie bitte, dass wir an dieser Stelle nicht beratend antworten können. Sollten Sie dies dennoch wünschen, haben Sie die Möglichkeit, uns eine entsprechende Vollmacht zu erteilen. Laden Sie dazu einfach dieses Formular herunter und senden Sie es uns unterschrieben zurück.

News

Erste Sammelklage gegen UDI GmbH

Zahl­rei­che UDI-​Gesellschaften muss­ten An­trag auf Er­öff­nung ei­nes In­sol­venz­ver­fah­rens stel­len. Nun lei­ten wir erste Schritte ein.

Kanzlei Schirp & Partner als eine der besten Kanzleien Deutschlands ausgezeichnet

Im Rah­men ei­ner un­ab­hän­gi­gen Ana­lyse der Zeit­schrift Ca­pi­tal wurde die Kanz­lei Schirp & Part­ner als eine der bes­ten An­walts­kanz­leien für Pri­vat­man­dan­ten aus­ge­zeich­net. Dies ist das Er­geb­nis ei­ner Be­fra­gung von knapp 4000 Rechts­an­wäl­ten durch die Zeit­schrift Ca­pi­tal und das Markt­for­schungs­in­sti­tut Sta­tista. Die Aus­zeich­nung er­hielt die Kanz­lei in der Ka­te­go­rie Banken- und Ka­pi­tal­markt­recht. Die Kanz­lei Schirp & Part­ner vertritt […]

Weiter aufpassen bei POC !

Am 2. Juli hat­ten wir an die­ser Stelle aus­führ­lich über die ak­tu­ell lau­fende Be­schluss­fas­sung be­rich­tet. Au­ßer­dem ha­ben wir al­len uns be­kann­ten An­le­gern per­sön­lich emp­foh­len, die Be­schlüsse ab­zu­leh­nen. Ob aus die­sem Grund oder aus an­de­ren Grün­den: Ed­mund Kock­artz und Klaus Christo­cho­witz ha­ben bei al­len Fonds (wie es aus­sieht nur nicht beim POC 1) die Be­schluss­fris­ten verlängert […]

Ex-​Verfassungsrichter Kirchhof hält Negativzins für verfassungswidrig.

Die Börsen-​Zeitung be­rich­tet am 05.07.2021, dass die Kri­tik an der ul­tra­lo­cke­ren EZB-​Geldpolitik in Deutsch­land im­mer lau­ter wird. Der Ex-​Verfassungsrichter Paul Kirch­hof hält den Ne­ga­tiv­zins gar für ver­fas­sungs­wid­rig und spricht in die­sem Zu­sam­men­hang von ei­ner „schlei­chen­den Ent­eig­nung“. Er sagt: „Die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank be­treibt mit ih­rer ho­heit­lich ge­stütz­ten Markt­macht eine Null­zins­po­li­tik, die den Zins als Er­trags­quelle versiegen […]

Mandantenfang bei den POC-Fonds

Die An­le­ger der POC-​Fonds (Proven-​Oil-​Canada-​Fonds) er­hal­ten im­mer mal wie­der Post von Rechts­an­wäl­ten, die mit ver­schie­de­nen Ar­gu­men­ten im­mer noch für die Ein­rei­chung von Pro­spekt­haf­tungs­kla­gen wer­ben. Weil wir von un­se­ren Mit­glie­dern je­weils ge­be­ten wer­den, hierzu Stel­lung zu neh­men, tun wir das hier­mit ein­mal grund­sätz­lich. Bei den POC-​Fonds kom­men als An­spruchs­geg­ner die Grün­dungs­ge­sell­schaf­ter und die Pro­spek­t­her­aus­ge­be­rin in Frage. […]

Update im Fall Wirecard / Ernst&Young; Einladung für follow-up-Webinare am 08. und 20. Juli

In die­sem Ar­ti­kel be­rich­ten wir über den ak­tu­el­len Sach­stand im Fall Wire­card / Ernst&Young. Das Wich­tigste vorab: Neue Be­weis­mit­tel hel­fen uns Be­richt des Par­la­men­ta­ri­schen Un­ter­su­chungs­aus­schus­ses „Con­cur­rence Me­mo­ran­dum“ Wambach-​Bericht In­terne Un­ter­la­gen von WIRE­CARD und EY wei­tere ei­gene Un­ter­su­chun­gen Neue Ein­schät­zun­gen zum „Mas­ter­plan“ bei EY: Es wäre ein Feh­ler, auf Mus­ter­ver­fah­ren zu war­ten. Die De­vise lau­tet „An­griff jetzt“! Bislang […]

Alle Meldungen »

Copyright © Schirp & Partner Rechtsanwälte | Impressum | Datenschutzerklärung
Zum Seitenanfang