Corona-​Hilfen: Welche Möglichkeiten haben Geschädigte Gewerbetreibende?

Sie fra­gen sich, wie Sie sich als Selbst­stän­di­ger oder Ihr Un­ter­neh­men in der Corona-​Pandemie über Was­ser hal­ten kön­nen? Un­ser Corona-​Schwerpunkt bie­tet Ih­nen ei­nen Über­blick über Ihre recht­li­chen Mög­lich­kei­ten und staat­li­chen Hilfen.

Auf den nach­fol­gen­den Sei­ten fin­den Sie alle wich­ti­gen Fra­gen und Ant­wor­ten zum Thema Ent­schä­di­gung für Ge­wer­be­trei­bende und das For­mu­lar, mit dem wir für Sie Ihre An­sprü­che an­mel­den kön­nen. Au­ßer­dem stellt sich das Team vor.

FAQs » Team » An­spruchs­grund­la­gen » For­mu­lar »

Überbrückungshilfe I, II & III

Um Un­ter­neh­men und Selbst­stän­di­gen in der Corona-​Pandemie fi­nan­zi­ell un­ter die Arme zu grei­fen, hat die Bun­des­re­gie­rung die so­ge­nannte Über­brü­ckungs­hilfe I ein­ge­führt. Hier­bei han­delt es sich um eine nicht zu­rück­zu­zah­lende För­de­rung, bei der an­tei­lig Fix­kos­ten über­nom­men wer­den, um Corona-​bedingte Um­satz­ein­brü­che abzufedern.

Vor­aus­set­zung für ei­nen An­trag ist, dass der Um­satz im Ver­gleich zum Vor­jahr wie folgt ein­ge­bro­chen ist:

  • in zwei zu­sam­men­hän­gen­den Mo­na­ten zwi­schen April und Au­gust 2020 um min­des­tens 50 % oder
  • um min­des­tens 30 % im Durch­schnitt in den Mo­na­ten April bis Au­gust 2020

Die An­trag­stel­lung ist nur über ei­nen Rechts­an­walt, Steu­er­be­ra­ter oder Wirt­schafts­prü­fer mög­lich. Die Höhe der Über­brü­ckungs­hilfe rich­tet sich nach den be­trieb­li­chen Fix­kos­ten. Da­bei kön­nen Be­trof­fene ein Ma­xi­mum von 200.000 Euro – ma­xi­mal 50.000 pro Mo­nat – an För­de­rung erhalten.

Ab so­fort kann die Über­brü­ckungs­hilfe III be­an­tragt werden.

Wir stel­len den An­trag auf Über­brü­ckungs­hilfe für Sie. Bis zu 90 % der An­walts­ge­büh­ren wer­den da­bei vom Staat über­nom­men – üb­rig bleibt eine Selbst­be­tei­li­gung von ma­xi­mal 500,00 Euro (zzgl. MwSt), die Sie selbst tra­gen müssen.

Jetzt Über­brü­ckungs­hilfe II und oder III beantragen


Außerordentliche Wirtschaftshilfe – die sogenannte Novemberhilfe und Dezemberhilfe

Für den zwei­ten Lock­down, der am 2. No­vem­ber 2020 star­tete, bie­tet die Bun­des­re­gie­rung eine au­ßer­or­dent­li­che Wirt­schafts­hilfe – auch No­vem­ber­hilfe bzw. De­zem­ber­hilfe ge­nannt – an. Da­bei han­delt es sich um eine an­tei­lige Um­satz­er­stat­tung für die Zwangsschließungen.

Die No­vem­ber­hilfe kann von al­len Un­ter­neh­men und Selbst­stän­di­gen be­an­sprucht wer­den, die von der tem­po­rä­ren Schlie­ßung di­rekt oder in­di­rekt be­trof­fen sind. 75 % des durch­schnitt­li­chen Um­sat­zes aus dem No­vem­ber 2019 bzw De­zem­ber 2019 wer­den da­bei aus­ge­zahlt. Je­doch muss der An­trag auch hier von ei­nem Rechts­an­walt, Steu­er­be­ra­ter oder Wirt­schafts­prü­fer ge­stellt wer­den. An­trags­be­rech­tigt sind laut Bundeswirtschaftsministerium

  • Un­ter­neh­men, die di­rekt von den tem­po­rä­ren Schlie­ßun­gen ab No­vem­ber 2020 be­trof­fen sind und
  • Un­ter­neh­men, die nach­weis­lich und re­gel­mä­ßig 80 % ih­rer Um­sätze mit di­rekt be­trof­fe­nen Un­ter­neh­men er­zie­len und
  • Un­ter­neh­men und So­lo­selbst­stän­dige, die re­gel­mä­ßig min­des­tens 80 % ih­rer Um­sätze durch Lie­fe­run­gen und Leis­tun­gen im Auf­trag di­rekt be­trof­fe­ner Un­ter­neh­men erzielen.

Die Über­brü­ckungs­hilfe und die No­vem­ber­hilfe kön­nen par­al­lel be­an­tragt wer­den. Den An­trag für No­vem­ber­hilfe und oder An­trag auf De­zem­ber­hilfe stel­len wir eben­falls für Sie.

Jetzt Kon­takt aufnehmen …


Entschädigung auch ohne Corona-Hilfen

Egal, ob Sie die oben be­schrie­be­nen Corona-​Hilfen in An­spruch neh­men oder nicht, gibt es für Sie viel­leicht noch zwei Mög­lich­kei­ten, sich für die Um­satz­aus­fälle ent­schä­di­gen zu lassen:

Betriebsschließungsversicherung

Al­len Un­ter­neh­mern und Selbst­stän­di­gen, die eine Be­triebs­schlie­ßungs­ver­si­che­rung ha­ben, bie­ten wir die Durch­set­zung ih­rer An­sprü­che ge­gen den Ver­si­che­rer an, falls die­ser sich wei­gern sollte, für den ent­stan­de­nen Scha­den ein­zu­ste­hen. Viele Ver­si­che­run­gen be­haup­ten, Covid-​19 sei nicht mit­ver­si­chert und leh­nen eine Zah­lung für die ent­gan­ge­nen Um­sätze wäh­rend der Corona-​Schließungen ab. In meh­re­ren Ge­richts­ver­fah­ren wur­den Ver­si­che­rer al­ler­dings zur Zah­lung ver­ur­teilt, da die Klau­seln in den Ver­trä­gen dazu un­klar waren.

Jetzt Geld von der Be­triebs­schlie­ßungs­ver­si­che­rung fordern!

Entschädigung vom Staat

Für Be­triebe im Be­reich Gas­tro­no­mie, Ho­tel­le­rie und Ver­an­stal­tung for­dern wir für die be­son­dere Be­las­tung und das ge­leis­tete Son­der­op­fer in der Corona-​Pandemie Ent­schä­di­gun­gen für die Umsatzeinbußen.

Keine Bran­chen wur­den här­ter von Schlie­ßun­gen und Ein­schrän­kun­gen ge­trof­fen – die Corona-​Hilfen der Re­gie­rung rei­chen hier ein­fach nicht aus, um den Scha­den zu be­gren­zen und das Über­le­ben der Un­ter­neh­men zu sichern.

Sie sind selbst­stän­dig in den oben ge­nann­ten Bran­chen? Dann schlie­ßen Sie sich un­se­rer Klä­ger­ge­mein­schaft an.

Jetzt Kon­takt aufnehmen …

So erreichen Sie uns

Schirp & Part­ner Rechts­an­wälte mbB
Leip­zi­ger Platz 9
10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 – 327 617 0
Fax: +49 (0)30 – 327 617 17
E-​Mail: mail@​schirp.​com

Beratungshinweis

Beachten Sie bitte, dass wir an dieser Stelle nicht beratend antworten können. Sollten Sie dies dennoch wünschen, haben Sie die Möglichkeit, uns eine entsprechende Vollmacht zu erteilen. Laden Sie dazu einfach dieses Formular herunter und senden Sie es uns unterschrieben zurück.

News

Landgericht München erklärt Wirecard-​Bilanzen für nichtig

Da­mit gab das Ge­richt ei­ner Klage des In­sol­venz­ver­wal­ters statt.

Adler Group in der Krise – handeln Sie jetzt!

Der Im­mo­bi­li­en­kon­zern steckt seit Mo­na­ten in ei­ner tie­fen Krise.

NEUE ANKAUFSANGEBOTE FÜR P&R-INSOLVENZANSPRÜCHE

Schirp & Part­ner ver­tre­ten ei­nen an­gel­säch­si­schen Fi­nanz­in­ves­tor, der neue An­kaufs­an­ge­bote für P&R-Insolvenzansprüche macht.

Wirecard: Landgericht München leitet Musterverfahren ein

Der Be­schluss des Land­ge­richts Mün­chen I wurde am 16.03.2022 im Bun­des­an­zei­ger veröffentlicht. 

Prozesskostenfinanzierer und KapMuG: Einladung zum Webinar in Sachen Wirecard

Tau­sende Ge­schä­digte ha­ben be­reits mit uns Klage auf Zah­lung von Scha­dens­er­satz ge­gen­über den Wirt­schafts­prü­fern EY er­ho­ben, ob als Selbst­zah­ler, mit der Kos­ten­de­ckung durch eine Recht­schutz­ver­si­che­rung oder in we­ni­gen Fäl­len mit Hilfe ei­nes Pro­zess­kos­ten­fi­nan­zie­rers. Nun­mehr kön­nen wir das Pro­zess­kos­ten­fi­nan­zie­rungs­an­ge­bot aus­wei­ten und wei­te­ren 1.000 Klä­gern an­bie­ten. Wie se­hen die Kon­di­tio­nen im Ver­gleich zur Kla­ge­er­he­bung als Selbst­zah­ler oder […]

Wirecard-​Insolvenz: Jetzt noch Forderungen anmelden!

Am 25. Au­gust 2020 er­öff­nete das Amts­ge­richt Mün­chen das In­sol­venz­ver­fah­ren über das Ver­mö­gen der WIRE­CARD AG. 

Alle Meldungen »

Copyright © Schirp & Partner Rechtsanwälte | Impressum | Datenschutzerklärung
Zum Seitenanfang