Breaking News bei Wirecard und EY: Erste Entscheidung des OLG München

Im Zu­sam­men­hang mit dem Wirecard-​Skandal gibt es in den Ver­fah­ren ge­gen EY gute Neu­ig­kei­ten für die Klä­ger. So hat das Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen ei­nen 17-​seitigen Be­schluss er­las­sen, der meh­rere gute Nach­rich­ten ent­hält. So äu­ßerte sich der 8. Zi­vil­se­nat kri­tisch ge­gen­über Ent­schei­dun­gen des Land­ge­richts Mün­chen in die­sen Fäl­len. Das LG habe nicht ge­nü­gend „ei­gene Sach­kunde“, um die Vor­würfe ge­gen die Wirt­schafts­prü­fer aus­rei­chend be­ur­tei­len zu können.

Nach An­sicht des Ober­lan­des­ge­richt hät­ten die Rich­ter der Vor­in­stanz ge­nauer prü­fen müs­sen, ob EY vor­sätz­lich sit­ten­wid­rig han­delte, schreibt auch das „Han­dels­blatt“. Ein Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten – wie un­sere Kanz­lei schon vor Mo­na­ten be­an­tragte – sei nun einzuholen.

Auch zur „Kau­sa­li­täts­pro­ble­ma­tik“ äu­ßerte sich das OLG. So blo­ckierte das Land­ge­richt bis­lang die Klä­ger mit über­zo­ge­nen Kau­sa­li­täts­prü­fun­gen, das OLG sagt nun: Hätte EY pflicht­ge­mäß ge­prüft, dann wäre der Be­trug bei Wire­card schon viel frü­her auf­ge­flo­gen, und Wire­card hätte In­sol­venz an­mel­den müs­sen. Bei die­ser Sach­lage spricht die Le­bens­er­fah­rung da­für, dass die Klä­ger dann keine Wirecard-​Aktien mehr ge­kauft hät­ten. Dann hät­ten die Klä­ger auch kei­nen Scha­den er­lit­ten. Da­mit ist die Kau­sa­li­tät un­pro­ble­ma­tisch ge­ge­ben, und die Kla­gen kön­nen an die­ser Frage nicht scheitern. 

Wenn auch Sie sich der Klä­ger­ge­mein­schaft an­schlie­ßen wol­len, wen­den Sie sich gerne an uns.

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